Pampelmussegarden, Mauritius‘ botanischer Garten

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Heute war wieder früh aufstehen angesagt. Um halb sechs Uhr morgens war Tagwache. Auch wenn der Schuss jetzt nach hinten los gehen könnte (Daniel ließt ja alle Texte noch einmal um die Offensichtlichsten meine Rechtschreibfehler auszumerzen), ich finde das frühe Aufstehen hier gar nicht so schlimm. Es ist ja um halb Sechs schon wirklich hell und die Sonne ist auch schon aufgegangen, glaube ich. Es fehlt zumindest nicht viel. Wenn man aufsteht kommt es einem also wie irgendwann am Vormittag vor. Das ist schon ganz fein. Wobei ich gegen ein bisschen mehr Schlaf auch nichts einzuwenden hätte.

Wir nahmen unser Frühstück wie immer auf der Terrasse ein, wobei eigentlich niemand so wirklich hungrig war. Emma erzählte was von Halsschmerzen, das Thema fiel dann aber wieder unter den Tisch. Nachdem ich in der Nacht kaum geschlafen hatte, durfte ich mich noch einmal für einige Zeit hinlegen. Leider ist Oskar mittlerweile groß genug um Türen zu öffnen. Er schließt sie hinter sich auch wieder. Bis Daniel ihn dann also bei mir im Schlafzimmer findet, bin ich natürlich schon wieder munter, auch wenn ich versuche Oskar zu ignorieren (wenn er in die Steckdose greift geht das halt etwas schwer).

P1080327.JPGGegen halb Zehn haben wir dann beschlossen zum botanischen Garten zu fahren. Emma wollte dort unbedingt hin und ich sage dazu natürlich nicht nein. Eingepackt war alles recht flott und da die Buben geschlafen haben, war die Fahrt auch angenehm. Wir fuhren aber auch nicht sehr lange. Der Pampelmussegarden liegt gegenüber des Zuckermuseums das wir gestern besucht hatten. Der Eintritt ist mit 200 Rupien (zirka fünf Euro) für Erwachsene recht günstig. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Rund um den Eingang war relativ viel los. Wir haben uns dort nur das Gehege mit den Riesenschildkröten und den Rehen angesehen und haben dann geschaut, dass wir schnell in die eher abgelegenen Teile kommen.

P1080347.JPGDie Kinder waren richtig begeistert vom Garten. Das hatten wir nicht erwartet. Sie spielten zwischen den Bäumen verstecken und wateten durch kleine Rinnsale. Wir haben sogar eine Lianenschaukel gefunden. Zuerst haben sich die Kinder etwas gefürchtet, ob der großen Höhe, aber dann hat es ihnen doch ganz gut gefallen.

P1080358.JPGWir sind dann in die letzten Winkel des Gartens gegangen und haben viele tolle Pflanzen gesehen. Besonders gut hat den Kindern der Kanonenkugelbaum (Couroupita guianensis) gefallen. Daniel und ich kannten die ja schon aus Sri Lanka, aber die Kinder waren sehr beeindruckt von den rosa Blüten und den großen, runden Früchten.

P1080417.JPGAls Merlin dann müde wurde, kam er für einige Zeit in die Trage und durfte etwas kuscheln. Wir gingen an dem Becken mit der Amazonas Riesenseerose Victoria amazonica vorbei und kamen schließlich zu einem Baum mit Katzenjungen. Da wollte Merlin natürlich wieder aus der Trage raus. Leider konnten wir keines der Kätzchen anlocken. Sie waren sehr scheu und sind im Dickicht verschwunden.

Zu dem Zeitpunkt waren die Kinder schon sehr müde, wir waren auch wirklich weit gegangen. Über einen kuren Abstecher zu den Medizinpflanzen sind wir zurück zum Auto gegangen. Kaum hingesetzt haben die Kinder auch schon geschlafen.

Daniel und ich dachten eigentlich, es wäre ein netter Ausflug noch Port Louis anzuhängen, immerhin war es erst früher Nachmittag. Also sind wir los gefahren in die Hauptstadt. Der Verkehr dort ist nicht ganz ohne. Meine Lieblingskreuzung war die, wo drei zweispurige Straßen sich treffen und ohne Vorrangregeln auf zwei Spuren zusammen geführt werden. Sehr interessant. Leider konnten wir in der Stadt keinen Parkplatz finden und beschlossen zurück nach Hause zu fahren und gegen Ende nächster Woche, wenn wir kein Auto mehr haben, mit dem Bus zu kommen.

Zuhause angekommen rasteten wir alle noch etwas. Ich las eine Geschichte vor und die Kinder spielten. Emma klagte erneut über Halsschmerzen. Ein Blick in den Hals hinein und es war klar, Emma hat auch Angina. Sehr schön. Daniel hat sie also geschnappt und ist mit ihr zum Arzt gefahren. Ich blieb mit den Jungs zu Hause und bereitete das Abendessen vor. Nach dem Essen ging es dann noch in die Badewanne und ab ins Bett. Immerhin sind alle müde.

P1080429.JPGEmma hat mir vom Arzt einen Kuchen mitgebracht (die Patisserie ist gleich daneben), den werde ich jetzt essen. Dann gehe ich wohl auch ins Bett. Es war ein langer Tag und ich bin müde (während ich die Bilder durch gegangen bin, habe ich den Kuchen gegessen, er ist wirklich unglaublich süß und was fast nicht essbar. Wer mich kennt, der weiß, dass das schon was heißen muss).

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