Welpenpower

Entschuldigt bitte den etwas verspäteten Eintrag, aber offenbar war ich gestern müde. Ich bin mit Kleidung und hochgesteckten Haaren eingeschlafen.

Heute morgen war ich die erste, die aufstand. Um sieben Uhr habe ich gestillt und konnte dann nicht mehr schlafen. Also war ich schon wach und habe ein bisschen herum geräumt. Um Acht wurden die Buben wach und Emma und Daniel haben sogar bis neun geschlafen. Zum Frühstück sind wir diesmal in ein anderes Lokal gegangen. Rabbitbar hieß es. Wirklich zufrieden waren wir leider nicht. Die Hälfte der Gerichte auf der Karte gab es nicht und von den Dingen, die wir bekommen haben, waren wir zum Teil auch nicht sehr überzeugt. Egal, wir wurden einigermaßen satt.

Daniel wollte heute zu einem Strand auf einem anderen Teil der Insel gehen. Wir haben also unser Marschgepäck gepackt und sind los marschiert. Es war etwas kühler als vorgestern, da es windig war. Nachdem wir aber ein ziemliches Stück bergauf gehen mussten, war uns dann doch heiß und wir freuten uns aufs Meer. Die Kinder ja so oder so auch. Für die reicht schon der Strand hier vor der Haustüre. Schon am Kamm vom Hügel viel uns auf, dass es hier sehr viel windiger war als auf unserer Seite des Hügels. Je weiter wir runter gingen, desto schlimmer wurde es. Am Ende der Straße befand sich ein Luxusresort. Es ist das einzige Resort auf diesem Teil der Insel und sieht echt schick aus. Mit Pool aus dem man ins Meer schauen kann und Bungalows mit großen Glasfenstern. So eine Katalog-Idylle halt. Von dort aus sind wir an den Strand gegangen. Leider war der Wind so stark, dass die Wellen sehr hoch waren und nicht daran zu denken war, ins Wasser zu gehen (unglaubliches Gemecker von Seiten der Kinder). Wir sind einem kleinen Pfad der Küste entlang gefolgt, aber logischerweise wurde das mit den Wellen nicht besser. Also sind wir zurück zum Resort und den Berg wieder hinauf. Merlin war schon recht überhitzt. Er haltet auch nicht recht viel von Hüten, was das Problem zusätzlich verstärkt. Da wir nicht wieder den selben Weg gehen wollten, sind wir einen anderen Weg zurück gegangen. Der verlief leider etwas anders als gedacht und Daniel musste die Kinder tragen. Dafür sind wir irgendwann an einem Haus mit vier süßen Welpen vorbei gekommen. Zum Glück ist es so unglaublich mühsam, die von Thailand zu uns zu bekommen. Ansonsten wäre ich wohl sehr in Versuchung gewesen das Tier, das die Kinder Elli getauft haben, mit nach Hause zu nehmen. Daniel ist wohl dankbar, dass wir in Thailand und nicht in Italien sind (da gibt es im Winter nämlich auch sehr viele, süße Hunde). Von den Hunden aus war es nur noch ein kleines Stückchen bis nach Hause. Davor gab es aber einen Zwischenstopp beim Minimarkt um den Kindern das versprochene Eis zu kaufen. Außerdem musste ich Windeln kaufen. Die mitgebrachten reichten ohnehin länger als erwartet. Hier in Thailand gibt es Mamy poko. Das sind Höschenwindeln mit denen wir soweit ganz zufrieden sind. Die dürften wohl sowas ähnliches sein wie Pampers bei uns. Wenn in man nach Windeln fragt, weiß nämlich niemand, was man will. Mamy poko kennen Sie aber für gewöhnlich.

Nachdem wir zurück in unserer Unterkunft waren, machte Merlin Mittagsschlaf. Emma hörte ein bisschen Musik auf ihrer neuen Box vom Christkind. Nachdem Oskar so richtig aktiv war, habe ich mir dann die zwei Kinder geschnappt und bin mit Ihnen in die Bar geflüchtet und dort sind wir dann in den Hängematten gelegen.

Am Nachmittag sind wir wieder an unseren Strand. Zwar für uns nicht viel Abwechslung, aber flaches Wasser und ein schön großer Sandstrand. Einen weiteren Vorteil hat unser Strand. Wir haben hier zwei vorgelagerte Inseln hinter denen am Abend die Sonne richtig kitschig verschwindet. Da ist dann plötzlich der ganze Strand voll von Pärchen die sich den Sonnenuntergang ansehen. Generell ist dies eine sehr junge Insel. Die Hütten sind modern. Viele sind mit Flachdach, einige mit Solarzellen oder Solarthermiemodulen. Einmal die Woche treffen sich freiwillige um gemeinsam Müll zu sammeln, es gibt viele Stationen wo man sich Fahrräder borgen kann, für den „Low Carb Tourism“. Außerdem gibt es in jedem Restaurant Tofuzeug zu essen und es wird in unzähligen Folientunneln Biogemüse angebaut. Es dürfte sogar eine riesige Anlage, irgendwo auf den Hügeln oben, geben. Die Ansätze klingen toll, aber in der Umsetzung scheitert es. So verwenden Sie in den Gemüseanlagen eine Überkopfbewässerung anstelle von wassersparender Tröpfchenbewässerung und verbrauchen dadurch den ganzen Süßwasservorrat der Insel. Süßwasser ist gerade auf den kleinen Inseln ein großes Problem. Je mehr Touristen, desto schlimmer wird es. Tonnen an Wäsche fallen an, die gewaschen werden müssen, wir erwarten uns alle üppige, tropische Gärten, die natürlich auch gegossen und gepflegt werden wollen, wir wollen Swimmingpools,wollen uns womöglich mehrmals täglich duschen (nach Möglichkeit mit warmen Wasser) und klar, die Toiletten müssen mit Spülung sein. Ich merke es aber bei uns. Mit jedem weiteren Kind werden wir bequemer, brauchen kompliziertere, da größere Unterkünfte. Rucksacktourismus mit drei Kindern geht schwer und die Spontanität büßt man auch ein. Aber genug davon. Ihr wollt alle einen Reisebericht lesen und nicht mich über Ökobilanzen philosophieren hören.

Eigentlich wollten wir wieder bei uns im Restaurant zu Abend essen, da Oskar bereits schlief und wir ihn da im Zimmer lassen konnten und ihn mit dem Babyphone über Wlan Beobachtern könnten. Aber das Personal hatte seinen freien Tag und somit mussten wir ihn wecken und mitnehmen. Wir waren in einem kleinen Lokal an der Hauptstraße essen. Dort waren zwei kleine Buben, die zum Lokal gehörten und ein chinesischer (?) Junge. Den möchte Merlin aus irgendwelchen Gründen überhaupt nicht. Er hat versucht ihn von allen Katzen und Hunden fern zu halten und hat ihn die ganze Zeit über angeschrien. Der Junge wiederum hat versucht sich Merlin mit Karategefuchtle vom Hals zu halten, was der wiederum imitiert hat. Mit fünf herumlaufenden Kindern war in dem Lokal also einiges los. Es war aber nicht unangenehm. Zu essen gab es, wie meistens, gebratenen Reis. Für mich mit Gemüse, für Daniel mit Shrimps. Emma hatte irgendwelche Nudeln mit Hühnchen. Zur Nachspeise hatte ich noch Milchreis mit Mango. Etwas, dass ich nur hier im Urlaub mag. Zuhause kann ich Milchreis nicht leiden.

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