Oh du Fröhliche

am

Die Nacht heute war erstaunlich erholsam. Die Betten sind, wie für Thailand üblich, steinhart. Aber die Kinder haben lange und brav geschlafen, so dass wir heute alle wieder fit waren. Nachdem wir alle gemütlich in die Gänge gekommen sind, haben wir uns auf den Weg zum nächsten Minimarkt gemacht um unsere Wasservorräte aufzustocken. Dort gab es drei kleine, süße Welpen mit dicken, rosa Bäuchen. Die müssten natürlich gestreichelt werden, wie auch schon die tausend Katzen am Weg davor. Vor Merlin ist kein Tier sicher und ich darf morgen nicht vergessen, das Desinfektionsmittel in den Rucksack zu packen, auch wenn die meisten Tiere hier in gutem Zustand zu sein scheinen und auch einen Besitzer haben. Im Supermarkt haben wir auch noch ein Riesen Set Sandspielzeug gekauft. Das braucht man immer. Wir kaufen das meist im Urlaub und lassen es im letzten Resort oder schenken es gleich weiter. Es braucht so viel Platz im Koffer und ist verhältnismäßig günstig.

Nach dem Einkaufen hatten wir Hunger und haben uns erst einmal ein Lokal zum Frühstücken gesucht. Die ganze Gegend hier ist sehr auf europäische Touristen eingestellt, so dass es richtig schwierig ist, ein nicht europäisches Frühstück zu bekommen (wozu fliege ich ans andere Ende der Welt, wenn ich mich weigere, was anderes als zu Hause zu essen?). Letzten Endes hatten wir Fruchtsaft, Müsli und Hühnerspieße. Eigentlich hatten wir noch Früchte dazu bestellt, aber die hat sie vergessen. Den Kindern hat es im Restaurant sehr gut gefallen. Die sind überall herum gelaufen. Merlin ja es sogar so gut gefallen, dass er meinte, er will nicht ans Meer gehen. Als wir dann aber doch gegangen sind, war es doch nicht so übel. Emma hat sofort angefangen mit ihren Kübeln eine Sandburg zu bauen während Merlin mit mir und Oskar eine Runde geschwommen ist.

Irgendwann am Nachmittag sind die Kindern vom vielen herumtollen sehr müde geworden und somit haben wir beschlossen, dass wir zurück zu unserer Hütte gehen und die Kinder schlafen bzw. rasten sollen. Daniel hat sie also hingelegt und ich habe mit Oskar eine kleine Wanderung unternommen. Eigentlich wollte ich mir einen Strand auf der anderen Seite der Insel ansehen, bin aber falsch abgezweigt oder in dem Fall nicht abgezweigt und bin nach ein, zwei Kilometern den Hügel rauf, auf lauter Sackgassen gestoßen. Da wir nicht sehr erfolgreich waren, sind wir zurück spaziert und etwas durch die Läden flaniert ehe wir uns in unserem Resort an die Bar gesetzt haben und Oskar ein Nickerchen in der Hängematte gemacht hat. Ich hatte also ganz unvermittelt Zeit nur für mich und wusste nicht recht, was ich damit anfangen sollte. Darauf war ich nicht vorbereitet. Keine Kamera dabei, kein Buch zu lesen. Somit habe ich beschlossen, dem Schäferhund auf der anderen Seite des Baches beim herumschnüffeln zu zu sehen. Als alle Kinder wieder munter waren, sind wir ein Eis essen gegangen und haben gewartet bis es dunkel wird; denn heute sollte das Christkind kommen. Das kommt heute schon, weil es bis Thailand ein so weiter weg ist und es ja auch wieder zurück muss (für alle Leser die keine Kinder sind: es ist ganz schön mühsam die ganzen Geschenke immer zu verstecken, außerdem bekamen die Kinder Strandsachen und wissen eh nicht wann der 24.12. ist).

Wir haben also Merlin zugesehen, wie er in Zeitlupe sein Eis schleckte ehe ich die Familie unter einem Vorwand in der Bar zurück ließ. Die passende Palme habe ich schon gestern ausgesucht und die Erlaubnis zum dekorieren und Sternenspucker Anzünden heute morgen bekommen. Hergerichtet war alles flott. Und dann die staunenden Kinderaugen und weit aufgerissen Münder auf die wir Eltern jedes Jahr hoffen. Der Zauber der Weihnacht funktioniert auch so weit von zu Hause weg bei tropischem Klima und unter Palmen. Die Geschenke waren so aufregend, dass Merlin vergessen hat, eines auf zu machen. Er wird sich morgen Abend auch darüber freuen.

Nach der Bescherung gab es im Resort Abendessen. Dort steigt heute eine große Party mit Grill und Livemusik. Wir haben ein paar Spieße gegessen auf denen waren unglaublich scharfe Chillis drauf. Irgendwie hat Merlin was davon bekommen. Der Arme hat bestimmt zehn Minuten lang versucht seine Zunge sauber zu wischen und hat alles abgeleckt, was er erwischt hat. Ich habe ihm zwar etwas Joghurt gefüttert, aber ob das half ist fragwürdig. Danach haben wir noch einen großen Fisch bekommen, der uns allen ganz gut schmeckte. Die Kinder haben friedlich mit Merlins Autos gespielt. Hätten die Franzosen am Tisch neben uns nicht Gras geraucht, währen wir vielleicht sogar noch etwas länger sitzen geblieben.

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