Abenteuertrail

Heute haben uns beide Kinder überraschenderweise lange schlafen gelassen. Merlin hat bis halb neun geschlafen und Emma hat sogar bis halb zehn. Danach habe ich in Ruhe geduscht und Haare gewaschen und im Anschluss Frühstück gerichtet. Während Daniel und Emma zum Bankomat gefahren sind, um das Gekd für die Unterkunft zu holen, habe ich Koffer gepackt. Uns stand ja ein Umzug in den Top oft the Rock Pairc ins Fass bevor. 

Nachdem es schon Mittag war, und die Gegend hier wirklich nett war, haben wir beschlossen irgendwo hier in der Gegend wandern zu gehen. Auf einem Prospekt haben wir einige Wanderrouten in der Umgebung gefunden. Wir haben uns für eine etwas längere Runde entschieden. Im Nachhinein war das ein Fehler.

Die Runde hat wunderschön bei einer Ruine begonnen. Die haben wir zuerst noch besichtigt, dann sind wir los gegangen. Am Anfang sind wir einer Schotterstraße entlang gegangen, immer leicht bergauf, an Schafweiden entlang. Wir blödelten und genossen die Landschaft. Nach rund einer Stunde zweigte unser Weg von der Straße ab. Wir mussten über eine Leiter steigen und gingen durch eine Fichtenmonokultur. Danach standen wir mitten auf der Schafweide. Weg gab es keinen mehr. Alle hundert Meter stand ein Pfahl mit gelber Markierung. Das ganze war sehr sumpfig und steil. Je höher wir stiegen, desto windiger wurde es. Ein Blick auf unsere Karte sagte uns, wir müssen ganz rauf, bis zum Gipfel. Der Weg rauf war zwar steil und unwegsam und ein bisschen sumpfig, aber es ging im Großen und ganzen ganz gut. Emma jammerte, denn selbst gehen war nicht gut möglich und ihr war kalt. Außerdem dürfte sie Daniels Brille nicht haben. Landschaftlich war es aber wirklich wunderbar und immer wieder könnten wir Schafe sehen. Manche sahen uns nicht kommen und man könnte ganz nahe hingehen. Am Gipfel oben wurde es sehr windig und flach. Da das Gelände nun flacher war, war es auch viel sumpfiger. Daniel hatte mit seinen Turnschuhen schon sehr lange nasse Füße. Ich war mit meinen Waldviertlern bisher noch trockenen Fußes geblieben. Hier war es aber so sumpfig, dass mir immer wieder Wasser in die Schuhe hinein schwappte. Es war jetzt wirklich sehr, sehr windig. Dafür konnte man bis ans Meer sehen. Emma war kurz vor dem verzweifeln. Nachdem wir aber schon über der Hälfte waren, gab es nur eines, Augen zu und sich weiter durch den Sumpf kämpfen. Irgendwo an einem kleinen See auf einer Leiter über einem Zaun haben wir entkräftet Pause gemacht. Unsere letzen Tomaten und Kekse gegessen und unser letztes Wasser getrunken. Etwas gestärkt war auch Emmas Laune besser. Kurz darauf kamen wir an eine Kreuzung, der Abstieg begann und der Wind hörte auf. Wir hatten wieder einen Schotterweg. Um Emma aufzuwärmen haben wir sie selbst gehen lassen. Wir haben gemeinsam bis zwanzig gezählt und dann einmal „Engerele Flieg“ gespielt. Auf diese Weise haben wir fast drei Kilometer überbrückt.

Am Ende war Emma schon sehr müde uns musste wieder getragen werden. Schließlich ist sie auf Daniels Schultern eingeschlafen. Das Fazit der Wanderung: 16,4km, 20.000 Schritte, 5,5 Stunden, Wind, Regen, Sumpf und Nässe Füße. Würde ich es wieder machen? Klar doch!

Das Pub in dem wir eigentlich zu Abend essen wollten servierte kein Essen. Also sind wir doch wieder zum Supermarkt gefahren und ich habe Sachen gekauft um zu kochen. Während Daniel, Emma und Merlin unser winziges Fass bezogen haben, habe ich Nudeln mit Champingion Soße gekocht. 

Nachdem Merlin schon schläft, Emma und Daniel auch gleich schlafen werden und mit die Füße weh tun, werde ich jetzt aufhören zu schreiben und ebenfalls schlafen gehen. 

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  1. Johannes sagt:

    Na dann, gute Nacht! Das Foto von Emma und Daniel ist entzückend 😉

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