Sommer, Sonne, Strand und Meer, wo kommen all die vielen Ir(r)en her?

Heute gab es Frühstück in Josies Küche. Es macht schon einen Unterschied, ob man irgendwas schnell kalt isst, oder ob man vielleicht auch ein Ei oder so zum Frühstück hat. Josie ist nach dem Frühstück weg gefahren. Sie meinte sie ist immer von Sonntag auf Montag weg. Somit gehört das Haus jetzt uns alleine. Sehr praktisch.

Am Programm für den Tag stand Miezen Head, der Süd-westlichste Punkt Irlands und ein Kirtag in Skibberdeen. Bis wir im Auto waren, war Merlin bereits wieder müde. Das ist immer sehr praktisch, da wir so weiter fahren können. Bis Miezen Head war es etwas über eine Stunde Fahrtzeit. Die Landschaft war sehr schön. Die Straßenränder waren gesäumt von Pinien Fuchsien, orangenen Crocosmien ab und zu ein paar blauen Hortensien oder roten, rosa oder weißen Azaleen. Manchmal fuhren wir an felsigen Haiden vorbei, manchmal an Sandstränden und kleinen runden, grünen Hügeln und ab und an durch ein nettes, kleines Dorf. Die Gegend war aber sehr touristisch. 

Am Miezen Head angekommen, hat Emma zuerst einmal ihr Eis bekommen. Im Anschluss gingen wir durch das Visitorcenter in Richtung Leuchtturm. Am Eingang war ein Ire, der uns den Weg erklärt hat. Am Nafang fragte er uns, wo wir her kommen und wir sagten Österreich. Darauf hin erklärte er uns alles auf deutsch, was ein großer Fehler war. Hätte er es uns auf englisch erklärt, hätten wir mehr verstanden. Im Prinzip hat er uns, glaube ich, nur versucht zu erklären, wie die Wegen erlaufen und was man da alles sehen kann. Das war zwar sehr nett, aber eigentlich unnötig. 

Nachdem wir uns an einer Steilklippe befanden, ging es immer sehr steil hinunter und im Anschluss sehr steil hinauf und nachdem es ein Finger ist, der ins Meer hinaus ragt, war es sehr windig. Wir sind den ersten Weg hinunter gegangen und konnten einen kleinen Bogen in den Klippen bewundern. Der zweite Weg ging hinauf, so dass man einen guten Blick auf die Brücke hatte, die das Festland mit der kleinen Insel verband, auf der der Leuchtturm stand. Die Brücke überspannte eine tiefe Schlucht. Alle Leute müssten natürlich über das Geländer runter schauen. Mir war sehr mulmig zu Mute und ich wollte auch eigentlich nicht, dass Daniel, mit Emma auf den Schultern zu Nähe zum Geländer ging. Als würde er sie fallen lassen…

Nach der Brücke kamen wir zum Leuchttrum Komplex. Dort gibt es eine kleine Ausstellung über den Leuchtturm, die dort gesunkenen Schiffe, die Wale und Haie, die man hier theoretisch sehen könnte, das Leben des Leuchtturmwärters und eine kleine Kunstausstellung. Offenbar hatten Emma und Daniel etwas spannendes entdeckt, denn ich saß schon eine ganze Weile mit Merlin draußen und streichelte einen Hund, ehe sie kamen. Am Rückweg war Emma schon wirklich sehr müde und unausstehlich. Wir haben dennoch beschlossen uns zehn Autominuten vom Leuchtturm entfernt, den Stand noch anzusehen. Emma haben wir mit dem Suchen von Feen bei Laune zu halten. Ein Zitat dazu von Daniel: „Es ist schon unglaublich, was für Scheiß Eltern einfällt um ihre Kinder bei Laune zu halten. Und dann musste ich auch noch meine eigene Tochter beklauen, weil wir nicht genügend Münzen dabei hatten.“ Der Strand war sehr nett. Es gab eine kleine Sandinsel, die über eine Brücke aus Größen Kanistern erreichbar war. Diese eigneten sich super zum hüpfen. Ich war offenbar nicht die einzige Erwachsene, die das fand. Ich habe mehrere hüpfen gesehen. Auch wenn die meisten wieder aufhörten, wenn sie sahen, dass man sie beobachtete. Obwohl das Wasser auch hier wirklich kalt war, gingen die Einheimischen schwimmen. Die meisten einfach so. Ein paar kälteempfindlichere habe ich gesehen, die hatten einen kurzärmligen Neoprenanzug an. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, es war mir in Thailand mit einem davon zu kalt zum Tauchen. Plötzlich begann es auch heiterem Himmel zu schütten. Wir sammelten unsere Sachen zusammen und sind gegangen. Wir waren noch nicht einmal bei der Brücke, da hörte es, genau so schnell wie es angefangen hatte, auch wieder auf. Wir sind trotzdem gefahren. Im Auto dann ist Emma eingeschlafen. Wir haben das Volksfest gesucht. Gefunden haben wir eine Landwirtschafts Show. Die leuchtete uns aber nicht so wirklich ein und außerdem waren sie schon am abbauen. Wir sind also weiter gefahren. Direkt in Skibberteen habe ich dann Hüpfburgen gesehen. Wir sind dort nocheinmal stehen geblieben und haben Emma geweckt. Obwohl es erst kurz vor halb sechs war, und das Fest bis sechs gehen sollte, ließen die gerade die Luft aus den Hüpfburgen. Zum Glück war Emma noch etwas verschlafen und wollte nicht hüpfen.

Heute Abend waren wir ausnahmsweise nicht essen, sondern ich habe gekocht. Das Geld, welches wir uns dadurch gespart haben, haben wir gleich wieder für eine Flasche Bordeaux ausgegeben…

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