Plattensee, Pool und Ponys

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Unsere letzten paar Tage werden zusammengefasst geteilt, da es für einen eigenen Blogeintrag nicht zwangsläufig reicht.

Am Mittwoch haben wir beschlossen gleich nach dem Frühstück an den Balaton zu fahren. Nach einem kurzen Abstecher zu Lidl und Aldi (ich erinnere, meine Sandalen stehen zu Hause) ging es schon zum See. Alle Parkplätze in Nähe der Uferpromenade sind zu bezahlen. Wir haben eine Schattenparkplatz unter einer Linde gleich hinter dem Riesenrad gefunden. Den See selbst hatte ich mir größer vorgestellt. Erinnert optisch, und geruchstechnisch etwas an den Neusiedlersee. Wir haben beschlossen das öffentliche Schwimmbad zu benutzen und haben den Eintritt nicht bereut. Das Schwimmbad ist ein Park mit einigen Pavillons im Jugendstil. Es gibt in Inneren alle möglichen Stände, Restaurants und diverses Beautyzeug. Außerdem einen Spielplatz mit Piratenschiff, Tretbootverleih und im Wasser so eine große Hüpfburg die man zusätzlich dazu kaufen kann. Da haben wir aber gepasst.

Wir sind gleich beim Eingang beim künstlichen Sandstrand geblieben. Das Wasser geht für die nächsten 200m super flach in den See hinein. Das knöcheltiefe Wasser am Ufer hat zirka die Temperatur meines Badewassers also wirklich angenehm. An den schlammigen Untergrund muss man sich aber erst etwas gewöhnen. Die Kinder haben zunächst noch gemeckert. Halb schwimmend, halb gehend haben wir uns zu fünft auf Erkundungstour auf gemacht. Die Wassertiefe ist ideal für Schwimmanfänger. Wer nicht mehr schwimmen kann geht ein Stückchen und irgendwann steigt man auf was komisches im Schlamm und schwimmt doch lieber wieder. Wir haben einen Marienkäfer im See gefunden und somit durfte ich den einen weiten Teil der Strecke tragen bis er trocken genug war um davon zu fliegen. Zum Glück hoch auf gestiegen und nicht wieder im Wasser gelandet. Am Rückweg habe ich beschlossen die Gunst der Stunde zu nutzen und eine weite Runde zu schwimmen. Bis über die Begrenzungen des Freibades hinaus (ich konnte den Boden noch immer mit den Zehnspitzen fühlen). Daniel und die Kinder haben sich mittlerweile auf die Strandtücher zurück gezogen. Dort gab es die mitgebrachte Jause. Pfirsiche, Studentenfutter und Brezeln. Die Kinder sind dann zum Spielplatz abgezogen, Daniel hat einen Mittagsschlaf gehalten und ich habe weiter an meiner Strickarbeit gearbeitet.

Irgendwann habe ich beschlossen doch einmal nach den Kindern zu schauen. Sie waren im Rumpf des Piratenschiffes im Sand und haben mir zu verstehen gegeben dass meine Anwesenheit nicht von Nöten sei. Es ist schon ganz angenehm wenn die Kinder selbstständiger werden und man nicht mehr die ganze Zeit am Spielplatz nachlaufen muss. Also zurück zum Platz und weiter entspannen. Der Hunger zieht die Kinder zurück zum Platz.

Die Kinder wollen zurück in den See. Daniel soll sie werfen. Ein tolles Spiel bei dem Daniel die Kinder in die Luft wirft so dass sie im Wasser untertauchen. Oskar ist zu hoch und zu weit geflogen. Er wollte nicht mehr. Ich bin also mit ihm ins Badewannenwasser wo wir Löcher gegraben haben und ihn vollständig mit Schlamm bedeckt haben. Was für eine Spaß und eine schöne Stimulation wenn man sich vollständig mit Schlamm bedecken darf und so richtig dreckig werden soll. Nachdem die anderen gekommen sind war die Schlammschlacht natürlich nicht mehr weit. Vor dem Heimfahren noch duschen. Für manche auch mehr als ein Durchgang in der Dusche.

Am Rückweg haben wir noch einiges an Proviant eingekauft. Währen die Männer im Supermarkt waren haben Emma und ich ein Nickerchen am Parkplatz gemacht. Zu Hause noch einmal unter die Dusche. So viel Schlamm überall. Die Duschen hier haben die Spitznamen „Laser“. Das Wasser kommt nur aus ein paar Öffnungen, man trifft also prinzipiell nie die Körperteile die man treffen will aber wenn man sensible Stellen trifft kann es sehr schmerzhaft sein. Daniel hat sich seine gelasert mit dem Effekt, dass die Stelle zehn Minuten später noch geblutet hat.

Zum Abendessen kann man sagen: wir waren hungrig und das Pfefferschwein war nicht trocken. Ansonsten muss man festhalten, es ist das unmotivierteste Personal der Welt. Der Küchenchef muss seinen Job hassen und einen Mitarbeiter im Baumarkt zu finden ist vergleichsweise eine leichte Aufgabe im Gegensatz zu dem Auffinden eines Kellners hier.

Donnerstag war Pooltag. Niemand wollte irgendwas machen. Also haben wir noch dem Frühstück unsere Tücher gepackt und unseren Stammplatz abseits vom Pool bezogen. Um zehn Uhr gibt es keine Chance mehr auf eine Liege. Wir sind also zwischen Pferdestall und Pool gependelt, haben Mittags im Zimmer gegessen. Daniel und ich haben uns den Spaß erlaubt den Kindern mit Wasabi ummantelte Erdnüsse zu geben. Wir hatten alle Spaß damit.

Am Nachmittag haben wir für Emma eine Ponyreitstunde für den folgenden Morgen ausgemacht. Zum Essen gab es Gegrilltes. Unsere Abendrunde hat uns zu den Pferdeställen geführt. Merlins Lieblingspferd war sehr liebesbedürftig und hat sein Ohr geknabbert. Das arme Kind hatte den Schock seines Lebens. Es hat nicht weh getan aber geweint hat er trotzdem ein wenig.

Nach einer unruhigen Nacht (es ist unglaublich schwül hier) hatte ich heute Morgen einen Spezialauftrag. Emma braucht fürs Reiten eine lange Hose. Also ab zu Tesco während alle noch schlafen. Den Weg habe ich mit meinem Brieftaubengedächtnis natürlich nicht vergessen. Ich gehe gerne in anderen Ländern in Supermärkte und schaue mir an, was es dort so alles gibt. Besonders wenn es Supermärkte sind, die es bei uns nicht gibt.

Nach dem Frühstück ging es für Emma und mich ab zur Reitstunde, die Jungs sind an den Pool. Zwei Ponys haben bereits vor den Ställen gewartet (nein, ich bin nicht geritten ein kleines Mädchen war auch noch mit) und wurden gesattelt. Sie hießen Freddy und Josephin. Letzteres war größer und Emmas Pony. Geführt vom Reitlehrer sind wir eine halbe Stunde gewandert. Ich glaube Emma wird langsam zu groß dafür. Sie hat es trotzdem genossen.

Für heute stand eine Tour zum Aussichtsturm am Hügel hinter dem Hotel am Programm. Ist nicht weit zum gehen. Vielleicht zwanzig Minuten. Sollte also auch für die Kinder machbar sein. Wir gehen also los, studieren die Karte, schlagen den ersten Weg zum Turm ein. Sackgasse, Campingplatz. Gut, ein bisschen ärgerlich aber was solls, es gibt ja noch andere Wege hin. Der nächste Weg, ein Tor, eine Videokamera: Betreten verboten, Privatgrund! Wir gehen den Zaun entlang zum nächsten Weg. Zirka das selbe Bild. Ein Tor, Betreten verboten, Privatgrund, Gefahr. Wir gehen zur Hauptstraße um den letzten Zugang zu kontrollieren. Ein Tor mit reisen Kette und Vorhängeschloss. Kein Zugang hier. Nachdem es ziemlich schwarz zugezogen hat, haben wir beschlossen die Mission Aussichtsturm als gescheitert zu erklären und sind über die Ställe zurück zu unserem Zimmer. Nennen wir es Glück, denn eine halbe Stunde später hat, dem Geräusch nach, der Blitz in den Turm eingeschlagen.

Aufgrund des Regens haben wir einen Ruhenachmittag eingelegt. Ich habe mein Buch ausgelesen, die Kinder haben Tablet gespielt und Daniel ist noch einmal eine Runde einkaufen gefahren. Zwischenzeitlich hat der Regen gestoppt und ich bin mit den Kindern los um den Indoorspielplatz zu begutachten. Der wurde aber als langweilig abgestempelt also mit Daniel zurück zum Pool für eine letzte Schwimmrunde.

Das Abendessen hat uns vor Herausforderungen gestellt. Aufgrund des Regens wurde das Buffet verlegt. Vom herum laufenden Personal hat es aber keiner für notwendig gefunden uns darüber zu informieren. Somit sind wir eine viertel Stunde da gesessen und haben uns gewundert warum die nicht einmal anfangen das Buffet auf zu bauen. Erst als Daniel zur Rezeption gegangen ist um sich zu erkundigen was los ist, konnten wir raus finden wo wir hin mussten. Zum Essen gab es Gulasch. Die Kinder waren also glücklich. Unser Tag endete wir immer mit einer Tour zu den Ställen. Die meisten Pferde waren aber noch mit fressen beschäftigt und hatten kein Interesse an Streicheleinheiten.

Morgen würden wir gerne noch einmal zum See fahren so es das Wetter zulässt. Außerdem haben wir den Kindern versprochen eine Runde mit dem Riesenrad zu fahren.

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