Die Hansestadt Lübeck

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Nach dem gestrigen Ausflug ins Museum waren heute alle eher müde und somit durften wir bis halb Acht schlafen. Einzig Emma konnte länger schlafen. Um neun Uhr mussten wir sie trotzdem zum Frühstück wecken. In erster Linie gab es Ananas. Die hatten wir noch von zu Hause mit gebracht und mussten wir nun endlich essen. Sie war richtig toll süß, fast schon wie eine aus der Dose. Es rentiert sich also, die Dinger einige Wochen zu lagern.
Nach dem Frühstück packte ich die Koffer und wir beluden das Auto. Gerade als wir uns auf den Weg machen wollten, rief der Besitzer unserer Unterkunft für den Abend an und sagte uns ab. Ich fuhr also los Richtung Norden und Daniel machte sich auf die erneute, mühsame Suche nach einer Unterkunft.
Die Autofahrt war richtig mühsam. Wir gerieten von einem Stau in den nächsten. Google Maps (das erstaunlich gut im berechnen von Routen ist, vermutlich weil es auf die Bewegungsdaten aller Android Handys zugreift) empfahl uns dann irgendwann die Autobahn zu verlassen. Wir fuhren also durch die wundervolle Hinterlandschaft von Niedersachsen. Die Backsteinhäuser hier sind wirklich entzückend. Trotz der langen Fahrt, waren die Kinder unglaublich brav. Es gab kaum Streit und sollte doch einmal Unruhe aufkommen, war die schnell wieder beruhigt. Leider haben wir jetzt keinen portablen DVD-Spieler mehr. Nachdem Oskar gestern Abend Steine eingefüllt hat, funktioniert er nicht mehr. Das ist ein herber Verlust, denn er begleitet uns schon seit Jahren auf unseren Reisen und hat uns aus mancher unangenehmen Situation gerettet.
Auch in Hamburg gab es Stau. Hier im Norden sind nun zusehends auch mehr Niederländer auf der Straße. Auf einer Raststation legten wir eine Pinkelpause ein. Verstehen tue ich hier ja nicht mehr unbedingt viel. Die Mädels vor mir in der Schlange waren aber offenbar der Meinung, die Toilette stinkt und das taten sie auch lautstark kund. Dafür reicht mein Niederländisch, es ist immerhin dem Deutsch ähnlich genug um ein paar Fetzen verstehen zu können.
P1100301Von Hamburg aus ging es verhältnismäßig staufrei weiter nach Lübeck unserem Tagesausflug für heute. Gegen fünf Uhr Nachmittags kamen wir an. Wir parkten direkt im Zentrum und machten uns erst auf die Suche nach Regenjacken. Ich habe unsere ja dummerweise zu Hause vergessen. Das ganze ist ein eher teures Vergnügen. Im Sportgeschäft gab es nichts in Oskars Größe. Ich musste also noch weiter Suchen, den Daniel und die Kinder lies ich in einem Eisladen zurück. Ich spazierte etwas durch die Altstadt und genoss die schönen Häuser, ehe ich einen C&A finden konnte.
P1100372Natürlich mussten wir zu Niederegger um etwas Marzipan zu kaufen. Neben Lebkuchen liebe ich Marzipan. Eine bunte Mischung und alle sind glücklich.
P1100307Weiter ging es zum Holstentor. Endlich ein bisschen Freilauffläche für die Kinder. Darauf hatten sie gewartet. Sie pflügen quer durch die Touristenmengen immer auf der Jagd nach Tauben. Für die Attraktion hatten sie natürlich keine Augen. Somit fiel ihnen auch nicht auf, wie schief das Tor steht. In der ganzen Lübecker Innenstadt stehen Häuser krumm und schief. Das liegt an dem Sandboden auf dem sie gebaut sind. Also nicht nur Pisa hat eine schiefe Sehendwürdigkeit.
P1100316.JPGVom Holsten Tor ging es in den nahe liegenden Park. Dort drehten wir eine kleine Runde immer den Fluss entlang. Die Bewegung tat uns allen sehr gut. Über die Promenade machten wir uns auf den Rückweg ins Zentrum. Bei einem kleinen Italiener mit entzückendem Innenhof aßen wir zu Abend. Von unserem Tisch auf hatte man einen Blick in die Küche und konnte der Köchin bei der Arbeit zusehen. Sie war mit Freude bei der Sache, so viel kann man sagen.
P1100326Nach dem Essen spazierten wir zum Auto und fuhren los Richtung Zingst. wo unsere Unterkunft für heute sein sollte. Emma war sehr aufgeregt. Sie hoffte, endlich das Meer zu sehen. Somit bleib sie wach und sah aus dem Fenster. Immer wieder gab es etwas spannendes zu sehen. Besonders gut gefallen haben ihr die Rutschen von Karl‘s Erdbeerdorf. Das Meer konnten wir leider nicht sehen, dafür sind wir auf einer Zugbrücke über den Podden gefahren.
In Zingst angekommen waren wir erst einmal überrascht, wie viel dort um zehn Uhr abends los ist. Die nächste Überraschung folgte, als wir die Autotür öffneten und ein Schwarm Gelsen über uns herfiel. Wir machten uns auf die Suche nach unserer Wohnung und spazierten etwas die Nachbarschaft ab, da wir zunächst auf der falschen Straßenseite suchten. Nach einigen Minuten wurden wir aber doch noch fündig.
Die Wohnung ist großartig! Sie ist sehr modern und luxuriös eingerichtet. Im untern Stock ein großer Wohn-Ess-Koch Bereich, ein Bade- und ein Schlafzimmer. Oben eine Galerie, ein Kinderzimmer und eine Abstellkammer. Auch Oskar war sehr begeistert. Wir brachten das Gepäck herein und legten die Kinder schlafen. Anschließend gingen wir selbst ins Bett, es war ja schon recht spät und der Tag hatte es in sich.

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