Ausflug ins Neandertal

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Meine heutige Nacht war sehr kurz. Nachdem Merlin sich um rund drei Uhr übergeben hatte, war meine Nacht damit beendet. Zum Glück hatte ich davor gut geschlafen und war einigermaßen fit.
Nachdem es Merlin in der Früh bereits besser ging und er eigentlich nur noch Bauchschmerzen hatte, beschlossen wir unser Programm wie geplant durchzuziehen mit dem einzigen Unterschied, dass wir eine Nacht länger hier in Ronsdorf verbringen werden. Die Nacht war zum Glück noch frei.

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Um kurz nach Zehn machten wir uns auf den Weg nach Mettmann ins Neandertal-Museum. Dort wollten wir uns mit meiner Freundin Anna treffen. Sie ist studierte Archäologie und arbeitet dort. Wir kennen uns noch aus Schulzeiten und sehen uns leider viel zu selten. Auch die Kinder mögen sie sehr gerne und freuten sich schon sehr, sie zu sehen. In der Eingangshalle des Museums trafen wir uns und gingen als erstes zur neuen Kindersonderausstellung in den Keller. Dort gibt es tolle 3D-Bilder von Dinos und Wildtieren mit denen man Bilder machen kann. So kann man einen Dino aus dem Wasser ziehen, einen Delfin durch einen Reifen springen lassen oder einen Schimpansen füttern. Wir hatten dort auf jeden Fall unseren Spaß und machten eine Menge Quatsch. Daniel verfüttere zum Beispiel die Kinder an den hungrigen Braunbären.
P1100249.JPGVon der Sonderausstellung ging es dann ins eigentliche Frühgeschichtliche Museum. Die Kinder bekamen einen Kopfhörer und durften dem Kinderaudioguide lauschen, während wir Annas Ausführungen folgten. Die Entdeckung des Neandertalerskelettes in Mettmann war ein Zufallsfund beim Abbau von Kalkstein im 19. Jahrhundert und sorgte damals für ziemliches Aufsehen, da es nicht mit der Schöpfungsgeschichte in Einklang zu bringen war. Anfang der 2000er wurde die original Fundstelle ausfindig gemacht und dort erneut gegraben. Es konnten noch Knochenfragmente von zwei weiteren Individuen sowie einige Steinfragmente gefunden werden.
P1100250.JPGWeiter ging es zu einer riesigen Zeituhr, die veranschaulichen sollte, in welchem Zeitrahmen wir uns im Laufe der Menschheitsgeschichte bewegen. Entspricht jedes fallende Sandkorn einem Jahr Zeitgeschichte, so müsste man eine Stunde dem rieselnden Sand zusehen, ehe man bei der Zeit der Neandertaler angekommen wäre. Danach gab es einige Plastiken von Urmenschen, ausgehend vom Homeo sapiens sapiens, also uns, über diverse verschiedene Urmenschen bis hin zu Lucy, Emmas persönlichem Favoriten. Lucy hat zirka Emmas Größe und viel schwarzes Fell. Sie sieht sehr freundlich aus, ich fand sie auch sehr sympathisch.

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Die nächsten paar Stationen gingen etwas unter, da die Kinder vom Museum gelangweilt waren. Erst bei den Steinzeitbohrern (eine simple Vorrichtung aus zwei Seilen, einem Stock mit Nagel und einem Schwunggewicht) konnten wir sie wieder an Bord hohlen. Anna zeigte vor wie es geht und Emma war darin gleich recht gut. Oskar war besonders fasziniert, jedoch noch nicht qualifiziert genug für die Technik. Weiter ging es zu den Höhlenmalereien und den geschnitzten Figuren. Die Frauenfiguren der Steinzeit waren nicht so spannend, dafür jedoch die Tierfiguren. Emma konnte sogar einige von ihnen erkennen. Die Station mit dem Neandertalerspeiseplan gefiel Daniel. Die ernährten sich nämlich recht ausgewogen und vielfältig.

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Merlin war mittlerweile recht schlapp und durstig. Er war ja noch nüchtern. Wir setzten uns also auf die Dachterrasse des Museums und tranken einen Apfelsaft. Dabei führten wir gegen die Wespen einen Kampf wie Don Quichote gegen die Windmühlen. Letzen Endes gewannen sie den aber und wir flüchteten. Vor dem Museum verabschiedeten wir uns von Anna und verabredeten uns für den Abend. Dann ging es auf zu einem Spaziergang. Wir wollten uns die Steppentiere (Auerochse, Wisent und Wildpferd) ansehen gehen.

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Der Weg führt zunächst entlang der Düssel. Die Kinder waren guter Dinge und liefen spielend voran. Auch wenn die Runde sehr weit war (bei der Hälfte fanden wir ein Schild, wo sie mit 1,5 Stunden angegeben war) kamen wir gut weiter. Erst ab der Hälfte begannen die Kinder müde zu werden und ein ganz klein bisschen zu jammern. Es gab aber doch immer wieder etwas zu entdecken und so schafften wir die Runde ehe sie entkräftet umfielen. Nur Oskar schaffte die Runde nicht ganz. Er schlief auf Daniels Schultern ein.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Emmas Kopfschmuck kommt mir ja bekannt vor 🙂

    Den Bohrer gab es übrigens bei uns zuhause in der Werkstadt immer noch. Ich habe ihn noch verwendet, wie ich die Broche gemacht habe, die jetzt der Lisi gehört. Vielleicht ist er sogar noch da. Ein Stahlstab mit einer Schwungscheibe aus Messing. Ein Holzgriff war aufgefädelt und mit einer Schnur mit dem Stahlstab verbunden.

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