Playmobil Land

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Nach einem kurzen Frühstück am Spielplatz vor dem Hotel, haben wir kurzerhand beschlossen doch in das Playmobil Land zu fahren. Rückwirkend betrachtet eine sehr gute Idee. Mit einer viertel Stunde Anfahrt hatten wir es ja nicht besonders weit.

Schon von rund einem Kilometer Entfernung waren die Kinder total aus dem Häuschen, denn auf all den Hinweisschildern waren Playmobilfiguren abgebildet. Emma teilte uns mit, was uns alles erwarten würde, denn sie kennt das Playmobil Land schon aus YouTube, Hannah und Ava (ihre Lieblingsinfluencer) waren dort einmal gemeinsam. Bereits die Ankunft war sehr gut organisiert. Von Parkplatzlotsen wurden wir zum richtigen Parkhaus geleitet. Am Schranken stand ein weiterer Lotse, der uns das Ticket gab und uns sage, in welcher Etage noch Parkplätze frei wären. In Sachen Organisation können wir Österreicher also von unseren Deutschen Nachbarn noch etwas lernen. So organisiert habe ich so etwas noch nie erlebt.

Bevor wir den Eingang mit den Kassen überhaupt sehen konnten, stießen wir auf das Ende einer langen Warteschlange und ich befürchtete das Schlimmste. Die Schlange löste sich aber innerhalb von einigen Minuten auf und wir passierten die Sicherheitskontrolle und gelangen an eine der sieben Kassen. Der Eintritt war mit rund 12€ pro Person relativ günstig. Oskar (also Kinder unter drei Jahren) sind frei. Eigentlich hätte jedes Kind ein Armband bekommen mit Name und Handynummer darauf, aber Oskars blieb für keine zehn Sekunden oben, ehe er es wieder hinunter riss. Wir mussten ihn also gut im Auge behalten.

P1100206.JPGAn der ersten Attraktion, einem Wasserspielplatz, gingen wir vorbei und kamen dann zum Bauernhof. Dort kann man Pferde (aus Plastik, echte Tiere gibt es im Park keine) mit Wasser und Wurzelbürsten waschen oder Kühe melken. Die Kinder waren im Himmel angekommen und Daniel und ich merkten langsam, dass das heute ein sehr entspannender Ausflug werden würde. Die Kinder schrubbten die Pferde und als das fad wurde, gingen sie zum Kühe melken über (man zieht an Metallröhren, die das Euter darstellen und Wasser kommt raus). Als wir weiter gehen wollten, gab es Gemeckere und Tränen, das Versprechen auf Wilder Westen lockte sie aber doch weiter. Im Westen gab es einen großen Planwagen mit zwei Pferden in Lebensgröße vorgespannt. Auf denen ritten die Kinder kurz. Die große Sandkiste vor der Goldmiene zog sie jedoch sehr rasch in ihren Bann. Dort liegen jede Menge Schaufeln und Siebe verstreut und Jung und Alt sitzt im Sand um nach Gold (lackierte Kieselsteine) und Edelsteine (winzige Splitter von diversen Halbedelsteinen und Glasdiamanten) zu suchen. Mich würde es interessieren, wie viele Kilo Schätze hier am Tag geschürft werden und wie die in der Sandkiste verteilt werden. Wir sind jetzt auf jeden Fall auch im Besitz einer halben Taschentuchpackung voll von Gold und Edelstein.P1100211.JPG

Weiter ging es zu einem großen Kletterpark. Emma war gleich in luftiger Höhe zu Hause und Oskar fand den Kletterpark für die Minis, denn auf die hohen Klettergerüste kommt er (zum Glück) noch nicht hinauf. Die Mauseanlage war aber auch sehr lieb gemacht. Dort habe ich ein sehr kurioses Vater-Tochter-Gespräch mit angehört. Vater zur Tochter: „Jetzt machen wir deinen Popo schick und dann machst du bei mir am Arm einen Mittagsschlaf.“ Ich hätte zu gerne gesehen, wie der Vater versucht die Kleine in dem Trubel zum Schlafen zu bringen.

Vom Klettergerüst ging es zur Sandkiste. Dort durften die Kinder ein bisschen graben während Daniel und ich am Rand in der Sonne saßen und die Ruhe genossen. Das weitergehen war aber überhaupt kein Problem mehr, da die Kinder mittlerweile wussten, es kommt gleich der nächste tolle Platz. Einmal um den See herum und es war soweit. Das Feenland. Emma im siebten Himmel. Durch einen Weidenbogen und über einen regenbogenfarbenen Bodenbelag betritt man das Feenland.

P1100221.JPGEinmal um die Ecke, und ich werde Emmas Blick so schnell nicht wieder vergessen, eine Herde Einhörner, die nur darauf wartete gewaschen und gestriegelt zu werden. Während ich unter einem Baum saß und Emma im Einhornglück beaufsichtigte, hatte Daniel den etwas stressigeren Job. Ein kleiner Wasserspielplatz in dem Oskar und Merlin spielen wollten. Schnell die Badehosen an und los geht es! Nach einer Weile wurde das aber doch fad oder die Einhörner lockten auch die Jungs, denn sie kamen herüber und halfen auch beim putzen. Ich sah mich in der Zwischenzeit etwas um, denn ich hatte gesehen, dass es eine Station gab, wo man kleine Playmobilteile aus Wassermuscheln tauchen konnte. Oskar durfte aber noch nicht mit machen.

P1100223.JPGIch stellte mich also mit den beiden Großen bei den Muscheln an und bald schon waren sie an der Reihe. Ein Durchgang dauert fünf bis zehn Minuten. In der Zeit dürfen an die fünfzehn Kinder an den Muscheln nach Kleinteilen fischen. Hier erkennt man die routinierten Fischer, die öfters hier sind. Die ziehen nämlich Säckeweise Zeug raus. Für Emma und Merlin war alles sehr aufregend, besonders erfolgreich waren sie aber nicht. Das Personal ist in dem Fall aber aufmerksam und wirft vor den erfolglosen Kindern oft eine Hand voll Kleinzeug zusätzlich ins Wasser, sodass jeder seine Sammelmuschel voll bekommt.

P1100229.JPGVom Feenland sind wir zurück zum Wasserspielplatz gegangen. Emma wollte aber noch unbedingt mit mir in die Piratenwelt gehen. Wir sind also vorbei an Noah und seiner Arche, durch das Spiegelkabinett in der Ritterburg und den Klettersteig hinunter, bis zur Schatzinsel der Piraten gegangen. Auch dort gibt es viele Schaufeln und Siebe und man kann Münzen und Juwelen ausgraben. Sehr aufregend! Wir sind ein Stücken weiter gegangen zum großen See. Dort ankern zwei Schiffe und man kann auf kleinen Flöße herum paddeln. Das hätte Emma zwar gerne gemacht, aber wir konnten keines ergattern. Wir haben daher etwas mit der Wasserkanone geschossen und sind dann in die Dinowelt abgezogen. Dort gibt es wieder ein tolles Gerüst auf dem wir beide eine Runde geklettert sind. Emma ist wirklich mutig und traut sich sehr viel zu.

Letzten Endes ging es zurück zum Wasserspielplatz wo es noch eine kleine Abkühlung gab ehe wir zum Auto gingen. Im Auto mussten wir noch schnell unsere Unterkunft für den Abend buchen, dann ging es los. Oskar schlief schon, ehe wir das Parkhaus verlassen hatten, Merlin schaffte es bis zur Autobahn. Die restliche Fahrt verlief ereignislos und relativ staufrei. Gegen Acht kamen wir in unserer Ferienwohnung im Wuppertal an. Es gab noch ein schnelles Abendessen und jetzt ist Schlafenszeit.

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