Lebkuchen und Bratwürste

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Wir sind wieder unterwegs. Die eigentliche Idee war auf Interrail zu gehen, eventuell von Amsterdam mit der Fähre nach New Castle übersetzen. Diese Idee wurde sehr rasch wieder verworfen, da die Fähre furchtbar teuer gewesen wäre. Die nächste Idee war, mit dem Nachtzug nach Hamburg zu fahren, dort ein Auto mit zu mieten und dann die Ostseeküste abzuklappern. Wir wollten also unsere Tickets buchen, waren jedoch auf der Homepage der ÖBB nicht besonders erfolgreich. Als Daniel im Kundencenter anrief wurden wir dann darauf hingewiesen, dass man den Nachtzug ein halbes Jahr, spätestens jedoch drei Monate im Voraus buchen muss. Somit fiel auch diese Option aus und wir beschlossen mit dem Auto an die Ostsee zu fahren. Natürlich können wir diese Strecke nicht in einem durch fahren. Länger als fünf, maximal sechs Stunden bleiben die Kinder nicht im Auto. Ich überlegte mir also ein paar Zwischenstopps. Der Plan München und Mettmann (ihr werden noch in den kommenden Tagen erfahren, warum genau der Ruhrpott). In München waren die Hotels unsagbar teuer, da dort offenbar irgendein Event oder eine Messe stattfand. Es wurde also Nürnberg.
Die Autofahrt nach Nürnberg verlief recht ereignislos. Hier sind wir im Arotel abgestiegen. Ein Bau aus den 70ern. Altmodisch aber soweit sauber. Unser Zimmer ist klein, ein Bett, ein Ausziehsofa, aber genügend Platz um den Koffer zu öffnen. Der Riesennachteil, es hat hier saunaähnliche Temperaturen. Wir haben zwar ein großes Doppelfenster, aber das können wir nicht öffnen und auch nachts nicht offen lassen. Es geht nämlich direkt auf die Terrasse des Hotels. Unter tags wird hier geraucht und wer schläft schon gerne nachts mit einem offenen, ebenerdigen Fenster, das auf die große Terrasse des Hotels hinaus geht.
P1100191.JPGDie Hitze im Zimmer war aber zu nächst nicht unsere Sorge. Wir zogen uns lange Hosen an und machten uns auf den Weg ins Stadtzentrum. Nach etwas Stau konnten wir auch einen wunderbaren Parkplatz in einer Parkgarage direkt im Zentrum bekommen. Nürnberg ist wunderschön. Erst einmal ausgestiegen, begannen die Kinder wir aufgezogen zu rennen und wollten damit auch überhaupt nicht mehr aufhören. Die Innenstadt ist zwar eine Fußgängerzone, Radfahrer, Taxis und Busse dürfen dort aber trotzdem fahren. Somit war das Laufen der Kinder für uns mit etwas Stress verbunden. Daniel entschärfte die Situation fürs erste, in dem es für die Kinder ein Eis gab. Immerhin waren sie heute ja brav gewesen. Ich besuchte einen der zahlreichen Lebkuchenshops. Ich liebe Lebkuchen und wollte nicht noch ein Monat waren, bis es bei uns die Weihnachtsware zu kaufen gibt. Ich habe mir eine schöne, sich drehende Spieluhrdose gekauft, die ein Weihnachtslied spielt, außerdem ein Kilo Lebkuchenbruch. Die Spieluhr sollte später noch Gold wert sein. Von der Frauenkirche schlenderten wir langsam zur Burg. Der beruhigende Effekt vom Eis war langsam verflogen und so beschlossen wir, uns etwas zu Essen zu suchen. Fündig wurden wir beim Burgwächter. Ein kleines Lokal am Fuße der Burg mit nettem Gastgarten. Die Speisekarte ist überschaubar aber die Speisen Regional und lecker. Das Lokal war außerdem sehr kinderfreundlich. Es gibt eine Auswahl an verschiedenen Bratwürstchengerichten und einiges an Hausmannskost. Die Kinder und Daniel wählten erstere, ich hatte einen fränkischen Sauerbraten. Leider brauchte das Essen recht lange, bis es endlich da war und die Kinder drehten bis dort hin total durch. Als das Essen endlich da war, brüllte Oskar nur noch hysterisch herum. Mit viel Einfühlungsvermögen von Daniel und meiner neuen Spieluhr konnten wir ihn dann beruhigen und dazu bringen, ein paar Bissen zu essen. Das Essen war gut. Emma mochte vor allem meinen Kartoffelknödel (oder hier: Klöße) und mein Fleisch. Die Soße schmeckte ihr nicht (mir schon). Alles in allem haben wir recht günstig und gut in einem netten Ambiente gegessen.
Im Anschluss an das Essen sind wir noch auf die Burg hinauf spaziert. Keine Autos, also kann man dort laufen soviel man möchte. Wir schauten etwas über die Burgmauern hinunter, das fanden die Kinder sehr spannend. Schließlich fanden wir einen Turm, der sah fast genau so aus, wie der von Rapunzel aus dem Disneyfilm. Die Kinder waren entzückt. Die Kinder waren mit dem Turm beschäftigt, Daniel uns ich genossen den Ausblick über die Altstadt.
P1100198.JPGDa es bereits nach acht Uhr war, machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Das Zimmer war immer noch kochend heiß und an Lüften aufgrund der Raucher auf der Terrasse nicht zu denken. Wir zogen also unsere Pyjama an (und manchen wieder aus) und gingen zu Bett. Da das Internet zwar theoretisch vorhanden war, praktisch aber nicht funktionierte, waren die Alternativen auch begrenzt. Irgendwann nachts, konnte man das Fenster dann doch zumindest kippen. Als ich um halb vier Uhr morgens Oskars Flasche nachfüllte, konnte ich auch noch ein paar Minuten stoßlüften, ehe ich wieder kippte, somit war die Temperatur dann erträglich. Leider wurde ich morgens um zirka drei Zigaretten zu spät munter. Welche Freude. Am Morgen wurde uns dann klar, warum es hier so heiß war. Emma verbrannte sich an einem Heizungsrohr.
Jetzt sind alle munter. Daniel und die Kinder sind geduscht und gehen jetzt ein Frühstück kaufen (wir wohnen ja direkt über einem Edeka und rund herum gibt es noch einen Aldi, einen Lidl, ein Kaufland und noch ein paar Läden, ich denke also, sie werden was finden). Der Plan für heute steht noch nicht so genau fest. Wir wissen nur, es geht in den Nord-Westen. Wir hatten eventuell das Playmobilland angedacht, aber ich bin nicht sonderlich überzeugt von dieser Idee.

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