Wir sehen eine Seekuh

am

Heute war die Tagwache um fünf Uhr und wenig angenehm. Oskar wurde wach und der Saft war aus. Zum Glück konnte man ihn durch herumtragen dazu überreden noch etwas weiter zu schlafen. Da Emma gestern bis zehn Uhr munter war, schlief sie heute lange. Ich bin mit den Jungs vorab frühstücken gegangen und erst gegen Neun hat Daniel Emma geweckt. Das war auch gerade noch rechtzeitig, da heute ja unsere Fahrt mit dem Glasbodenboot anstand.

P1090411.JPGDafür mussten wir unser Hotel erneut verlassen und zum Hafen gehen. Dort wartete auf uns ein riesiges, goldenes Schiff im altägyptischen Stil. An Bord mussten wir zuerst unsere Schuhe ausziehen und gingen in einen großen Gemeinschaftsraum. Als alle Passagiere an Bort waren, ging es hinauf an Deck, wo es Getränke gab und Tabletten gegen Seekrankheit verteilt wurden (wir lehnten dankend ab). Das Boot fuhr aus dem Hafen und kurz darauf kam der Befehl auf den alle warteten. Es ging unter Deck und hinunter zu den Panoramafenstern. Emma und Merlin waren begeistert, Oskar hatte Angst. Ihm war das ganze Szenario wohl nicht ganz geheuer. Zunächst konnte man außer blauem Wasser und lila Quallen nicht viel sehen. Die Kinder waren trotzdem sehr begeistert. Dann kamen wir zum Riff. Das Boot fuhr sehr nahe an die Korallen ran (ob das so toll ist für das Riff ist fraglich) und man konnte gut die Korallen und die dort lebenden Fische sehen. Es gab Schwärme von schwarz weißen „Chocolat-Fish“ und viele Sardinen. Wir konnten auch ein paar Papageifische und gelb gestreifte Fische sehen. Außerdem einige Babythunfische. Zumindest vermute ich, dass es Babys waren, denn sie waren relativ klein und schwammen im Riff herum. Merlin wurde bald langweilig, aber Emma fand es spannend.

P1090439.JPGDann nahm das Boot wieder fahrt auf und wir fuhren zu einer Bucht mit Seegras. Dort gab es Schildkröten. Bei jeder Schildkröte sprinteten alle Passagiere von der einen Seite des Bootes zur anderen, passenderweise spielte im Hintergrund „My heart will go on“. Bei den ersten paar Schildkröten war das hin und her laufen ja noch ganz lustig, aber irgendwann hat das an Reiz verloren. Es waren aber zum Teil schon ganz schön große Exemplare dabei. Einige hatten auch Pilotfische am Panzer. Emma gefiel der Gedanke, dass die die Schildkröte sauber machen und sie massieren. Im Sand unter dem Boot ist ein kleiner, hellbrauner Rochen mit blauen Punkten an uns vorbei gezischt.

P1090444.JPGIrgendwann gingen wir wieder an Deck, die Unterwasserfahrt war vorbei. Offenbar hielten sich die Schildkröten in der Bucht auf, in der Daniel tauchen war und beinahe die Seekuh gesehen hätte. Daniel erkannte den Ort wieder und auch heute ankerten dort unzählige Taucherboote und das Wasser brodelte nur so vor Schnorchlern.

P1090461.JPGWir rechneten schon damit, dass wir jetzt wieder nach Hause fahren würden, Emma leicht endtäuscht, weil sie keine Seekuh gesehen hatte, obwohl der Reiseleiter von ETI doch eine versprochen hatte. Plötzlich kam der Schrei, „Seekuh, alle unter Wasser!“ Nun wäre der Titanic-Song tatsächlich passend gewesen, denn in einer Art Massenpanik wurden Emma und ich in den Bauch des Bootes geschwemmt. Aber, es hat sich rentiert, sich mitreißen zu lassen, denn wir konnten rund zehn Sekunden die Seekuh mit Pilotfischen sehen, ehe sie außer Sicht tauchte. Ein armes kleines Mädchen war leider zu spät dran und weinte sehr. Ich habe es zwar zu uns an die Scheibe geholt, aber die Seekuh kam nicht wieder in Sicht. Wir gingen also zurück an Deck, wo Daniel mit den Buben, die unmöglich schnell genug unten sein hätten können, gewartet hatte. Kaum waren wir oben, beschloss die Seekuh ein paar Mal links und rechts vom Boot zum Atmen an die Oberfläche zu kommen. Das selbe Spiel wie unter Deck mit den Schildkröten startete jetzt an Deck mit der Seekuh.

P1090474.JPGAls die Luft wieder rein war, hat Daniel für die Kinder an der Bar ein Eis bestellt. Das hat uns gut die restliche Zeit bis zum Hafen vertrieben. Von dort aus gingen wir zum Mittagessen und dann direkt weiter in unser Zimmer zum Mittagsschlaf. So eine Abenteuerfahrt macht müde. Emma wollte nicht im Zimmer bleiben uns somit bin ich mit ihr ans Pool gegangen und ein bisschen geschwommen. Da ich nicht sofort wieder ins Wasser wollte, habe ich ihr angeboten ihr die Füße zu massieren. Das war offenbar so entspannend, dass auch sie eingeschlafen ist. Somit habe ich auch etwas in der Sonne gerastet. Als Daniel und die Buben gegen halb fünf aus dem Zimmer kamen, war gerade noch Zeit für eine letzte Runde im Pool.

Jetzt sitzen wir in der Hotel Lobby und lassen den Abend ausklingen. Während Daniel den Text hier noch einmal Korrektur lesen wird, werde ich mich etwas umschauen. Irgendwo sollten unsere Reisedaten für morgen aushängen. Wir können bis eine Stunde vor Transfer in unserem Zimmer bleiben. Wann immer das sein wird.

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