Wir verlassen das Hotel

am

Heute war wieder sehr früh Tagwache sodass wir bereits gegen Neun am Pool waren. Eigentlich wollten wir mit den Kindern an der Lagune spielen, aber sie wollten lieber ins große Pool gehen.

Da ich schon die ganze Woche über vor hatte, ans Meer schnorcheln zu gehen, habe ich das heute erledigt. Am Ende des Steges fällt das Riff sehr steil ab und man kann den Meeresgrund nicht mehr sehen. Für mich eine Herausforderung, denn tiefes Wasser bedeutet Haie und vor denen fürchte ich mich. Da ich aber tief in meinem Inneren weiß, dass diese Angst mehr als nur dämlich ist (erstens sind Haiangriffe im Roten Meer selten, schon aufgrund der häufig vorkommenden Haie hier, zweitens greifen sie selten grundlos Menschen an und Schnorchler die sie nicht füttern überhaupt nicht, aber Ängste sind etwas irrationales). Ich konnte mich aber überwinden und bin schnorcheln gegangen. Heute war es sehr windig. Die Kinder hätten wohl nicht auf den Steg gekonnt ohne ins Meer gepustet zu werden, der Wellengang war entsprechend stark. Da ich mich aber für eine gute Schwimmerin halte (und für den Notfall auch ein Rettungsschwimmer am Steg saß) bin ich ins Wasser gegangen. Es war wieder Erwartens warm. Zu Beginn bin ich etwas gegen die Strömung geschwommen, habe aber bald umgedreht, da vor mir ein italienisches Pärchen mit Unterwasserkamera war, dass mir tierisch auf die Nerven ging. In der anderen Richtung konnte ich auch die spannenderen Fische beobachten, zum Beispiel brütende Wimpelfische und einige bunte Doktor- und Drückerfische. Ich konnte auch einige große, grüne Fische sehen, bei denen ich nicht genau weiß, was für welche es waren. Eventuell handelt es sich um eine Art Papageienfisch.

Aus dem Wasser raus war ich vom Wind trocken geblasen, ehe ich vom Steg wieder runter war. Oskar hatte mich schon sehr vermisst. Nachdem er schon sehr müde war, bin ich mit ihm ins Zimmer um einen Mittagsschlaf zu machen. An dieser Stelle hat mein Tag eine Lücke von zweieinhalb Stunden. Daniel und die großen Kinder waren in der Lobby ein bisschen Tablet spielen (Merlin hat ein Lego Batman Spiel am Tablet und ist da momentan sehr süchtig) und Mittagessen. Das haben Oskar und ich nachgeholt, als wir wach wurden. Gerade noch vor das Mittagessen weg geräumt wurde, sind wir in den Speisesaal geschlüpft und haben uns unsere Portion gesichert.

P1090338.JPGDer Nachmittag vergeht hier immer sehr schnell. Daniel ist zum Schnorcheln gegangen und ich bin mit den Kindern am Pool geblieben. Emma und Merlin sind mit einem älteren, deutschen Pärchen aus Oskars Fanklub schwimmen gegangen. Christa und Horst haben selbst Enkelkinder in ähnlichem Altern und dürften die wohl vermissen. Oskar ist auch noch etwas dazu ins Wasser gegangen. Gegen Fünf leert sich die ganze Anlage, denn da verschwindet die Sonne hinter dem Hotel und es wird schattig. Die Leute gehen sich dann duschen und fürs Abendessen fertig machen. Das haben wir auch gemacht. Bis fünf Leute geduscht haben, die Haare gewaschen sind, alle mit Aftersun-Lotion eingesprüht sind und wieder etwas an haben, dauert das ohnehin eine Stunde.

P1090357.JPGHeute haben wir beschlossen vor dem Abendessen noch einen Abstecher in die Stadt zu machen. Von der hatte der Reiseleiter so geschwärmt. Wir gingen die Straße entlang und mussten kurz in eine Hotellobby flüchten, da ein Auto mit Vernebler vorbei fuhr. Hier wird am Morgen und am Abend alles mit einer Art Insektengift eingenebelt. Wir wissen nicht, was es genau ist, aber wir wollten es nicht auf der Haut haben. Es stinkt auf jeden Fall furchtbar. Ein paar Minuten später kamen wir am Hafen von Port Ghalib an. Im Prinzip gibt es zwei Straßen. Eines die Promenade am Hafen mit ein paar Lokalen, die andere Straße der Bazar. Wir haben uns für den Hafen entschieden und das war eine gute Idee. Wir gehen den Becken entlang und bewundern die Fische. Es sind größere Schwärme an Nadelfischen da. Auf einmal taucht ein Schatten auf und plötzlich ist auf dem kleinen Riff im Hafenbecken ein Rochen. Ich und die Kinder waren ganz aus dem Häuschen, immerhin hatten wir noch nie zuvor einen gesehen, und auch Daniel war schwer beeindruckt (er hat heute wohl mehr coole Fische gesehen als auf seinem Tauchgang). Der Rochen zog fotogen ein paar Runden und entschwebte dann zurück ins offene Meer. Was für eine tolle Begegnung.

P1090366.JPGWir gingen den Hafen weiter entlang. Die Kinder bewunderten die Taucherboote. Danach machten wir den Fehler und gingen durch die Straße mit dem Bazar zurück. Nach rund zwanzig Metern legten Daniel und ich den Fluchtmodus ein. Das war uns etwas zu viel des Guten. Von allen Seiten wird man angesprochen, angeworben und die Verkäufer sind wirklich hartnäckig. Natürlich sind auch alle unlauteren Tricks erlaubt wie die Kinder mit Geschenken anlocken oder ähnliches. Nur weil man nein sagt, heißt das noch nicht, dass man nicht die nächsten fünfzig Meter verfolgt wird. Wir waren mehr als erleichtert, als wir es inklusive aller drei Kinder geschafft hatten auf die Straße hinaus zu kommen. Wir gingen der ruhigen Uferpromenade entlang zurück zu unserem Hotel. Die Kinder wenden ihre Souvenirs hier im Hotel bekommen, denn wir haben noch rund 2.000 Ägyptische Pfund, die auch ausgegeben werden wollen. Zum Glück haben sie schon ein Auge auf Fläschchen gefüllt mit buntem Sand geworfen. Da sollten wir wohl einige Pfund  los werden.

Ich zeige euch ab und an noch mein Essen. Ich bin eigentlich kein Fan von #Foodporn und meistens auch noch zu gierig um jedes Mal vorher mein Essen zu fotografieren. Heute habe ich aber daran gedacht. Okraschoten-Ragout, gefüllte Paprika (oder vergleichbar) und gebratene Süßkartoffeln.P1090367.JPG

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