Merlin findet fliegen zum kotzen

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Nachdem ich die Koffer ja bereits gepackt und im Auto verladen hatte, verlief die Anreise zum Flughafen problemlos. Mein Papa war so nett und hat uns gefahren, sodass wir den Wagen nicht auf den teuren Parkplätzen am Flughafen stehen lassen mussten. Wie meistens, so fliegen wir auch diesmal mit Emirates. Die haben uns in den letzten Jahren einfach sehr überzeugt mit reibungslosen Abläufen und nettem Service.

Da es breites zu fortgeschrittener Stunde war, waren die Kinder zwar aufgeregt, aber natürlich auch müde. Wer normal um halb acht schlafen geht, der muss gegen elf einfach umfallen. Emma hat geschlafen, da war das Boarding noch nicht abgeschlossen, Oskar hat auch auf mir geschlummert und war soweit zufrieden. Nur Merlin war viel zu aufgeregt um zu schlafen. Wie wahnsinnig hat er herum geturnt, war aber gleichzeitig unglaublich ungeschickt und zornig. Eine Stunde nach dem Abflug, immerhin schon Mitternacht, habe ich beschlossen, es wäre jetzt an der Zeit für hinzu schlafen. Er sah das anders und begann sich fürchterlich aufzuregen. Wenn er in dieser Stimmung ist, dann brüllt und schreit er, bis er sich übergibt und genau das ist auch passiert. Genau zu dem Zeitpunkt wurde auch das Essen verteilt. Der Steward sieht zu, wie Merlin mich von oben bis unten vollkotzt und ich irgendwie kämpfe um das ganze im Schach zu halten. Anstelle dass er mir was zum aufwischen, ein Sackerl oder irgendwas bringt, fragt er mich: „Do you want beef or chicken?“ Normal bin ich ein sehr zurück haltender Mensch, aber der konnte sich ordentlich was von mir anhören und von Daniel auf der anderen Seite des Ganges genau so.

Merlin ist, nachdem ich ihn ausgezogen und halbwegs sauber gemacht habe, sofort eingeschlafen. Ich hatte keine Weste und keinen Schal mehr, nur noch ein Trägerkleid und das war nass und roch ungut. Der restliche Flug bis Dubai war für mich also nicht besonders fein. In Dubai angekommen bin ich mit dem halb nackten Kind in der nächsten Toilette verschwunden und habe es ordentlich gereinigt und frisch eingekleidet (ich weiß ja, warum ich für jedes Kind immer eine Ersatzgarnitur dabei habe). Für mich wollte ich eigentlich am Flughafen was frisches kaufen. Leider gibt es in Dubai am Flughafen nich viele Geschäfte, die Kleidung verkaufen. Einen Souveniershop habe ich gefunden, der „landestypische“ Kleidung verkauft. Ich wollte aber weder eine dieser bodenlangen Kutten haben, noch ein sehr knapp geschnittenes Haremsdamen-Outfit. Damit hätte ich mich dann wohl noch unwohler gefühlt als mit einem Kleid mit viel zu tiefem Dekolletee. Ich bin also auch auf die Toilette gegangen, habe mein Kleid gewaschen und mit dem Handtrockner angeföhnt. Auch bei gefühlten 10 Grad am Flughafen ist mir nass lieber als nach Erbrochenem stinkend. Der Flug nach Bangkok war dann ganz okay. Bis zum Essen haben die Kinder geschlafen, danach waren sie wach. Das ist im Flugzeug immer etwas mühsam.

Vom Flughafen wurden wir dann abgeholt und gleich in unser Hotel gebracht. Da es schon recht spät war, und wir am nächsten Tag gleich früh weiter wollten, war es in unmittelbarer Nähe zum Flughafen. Es hieß LiLac und machte seinem Namen alle Ehre. Innen war alles fliederfarben gehalten, war aber ganz nett.

Die Nacht war kurz und mühsam. Oskar wollte nicht ganz einsehen, dass Schlafenszeit ist und somit bin ich etwas über eine Stunde mit ihm auf und ab gegangen. Die Dame von der Rezeption, die uns einen Weckruf gegeben hat, hat anstelle von sieben Uhr dreißig um sechs Uhr dreißig angerufen und hat uns zusätzlich noch einmal geweckt.

Um acht war dann unser Taxi da, das uns nach Trat zum Hafen fahren sollte. Wir hatten uns schon gewundert, warum ein Minibus kommt und wir mit den Leuten einsteigen sollten, die am Flughafen fuhren, aber die Leute vom Hotel waren sehr bestimmt und duldeten keinen Widerspruch. Am Flughafen war dann natürlich der Taxifahrer recht überrascht, warum wir nicht ausstiegen und die Sache konnte geklärt werden. Wir sind also zurück zum Hotel und dort wartete dann zum Glück unser richtiges Taxi auf uns. Von Bangkok nach Trat sind es rund fünf Stunden Autofahrt. Sehr mühsam. Zum Glück waren die Kinder auch müde und haben viel der Zeit verschlafen.

In Trat waren wir dann viel zu früh, für das Boot, da wir, aufgrund der Extrarunde zum Flughafen, das vorhergehende Boot verpasst hatten. Dort gab es aber ein Restaurant und viele Thai Frauen. Für Unterhaltung war also gesorgt. Für Mütter, die es nicht mögen, wenn andere Leute ihren Kindern im Kinderwagen zu nahe kommen, ist Thailand nichts. Ich war noch garnicht ganz im Restaurant, wurde mir Oskar schon abgenommen, herum getragen und herum gereicht. Lange gefragt wird da nicht. Der einzige Schutz der zumindest ein bisschen funktioniert, gegen diese Art von Übergriff, ist die Trage. Aber solange meine Kinder damit kein Problem haben und ich weiß wo sie sind, ist das okay.

Im Restaurant gab es dann erst einmal eine Portion gebratenen Reis und den ersten Fruchtsaft des Urlaubes. Viel gegessen hatten wir an dem Tag alle noch nicht. Danach haben die Kinder begonnen zu spielen und herum zu laufen. Es gab dort einen winzigen Welpen mit unglaublich flauschigem Fell (spontan würde ich auf Zwergspitz oder sowas tippen), der mit dem Merlin Freundschaft geschlossen hat. Mit der Zeit wurde der Hund etwas langweilig aber da sind zum Glück zwei russische Mädchen gekommen, die es lustig fanden, vor Merlin davon zu laufen. Der Arme ist gelaufen, bis er vor Schweiß klatschnass war.

Wir haben dann mit dem Speedboat nach Koh Mak übergesetzt. Eine kleine Insel nahe Koh Chang. Hier wohnen wir im Riverside Resort. Ein nettes kleines Resort neben einem Wasserlauf. River finde ich dafür aber etwas übertrieben. Unsere Hütte ist sehr angenehm. Zwei Betten mit Moskitonetzen, ein Ventilator, eine Klimaanlage, ein Kühlschrank und ein Bad. Als wir ankamen, waren die Handtücher zu so tollen Elephanten gefaltet. Ich habe solche Sachen auch schon versucht, dazu gibt es ja Videos mit Anleitungen, bin aber kläglich gescheitert.

Die Kinder wollten sofort zum Meer, es war zwar schon recht spät, da wir aber im Süd-Westen der Insel sind, hatten wir noch etwas Sonne. Leider ist das Wasser hier nicht besonders klar, aber es war warm wie eine Badewanne. Daniel und die Kinder haben sich sofort in die Fluten geworfen. Ich bin mit Oskar auch zum Wasser gegangen. Zuerst haben wir uns so gesetzt, dass die Wellen seine Füße nass gemacht hatten, alles weitere wollte er überhaupt nicht (er hasst baden). Am Schluss ist er dann aber doch auch bis zur Brust im Wasser gesessen. Später habe ich noch einen Wassergraben mit Emma ausgehoben und dann war es auch schon Zeit zum duschen und Abendessen.

Die Kinder waren schon sehr müde und sind flott eingeschlafen. Ich bin auch müde und werde jetzt versuchen die fehlenden Stunden der letzten Tage auf zu holen. Gute Nacht!

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Johannes sagt:

    Die Reise klingt ja nicht sehr angenehm. Aber jetzt scheint ja alles gut zu sein 🙂
    Liebe Grüße

    1. Antonia sagt:

      Ja, jetzt passt alles. Wir freuen uns auf einen entspannten Urlaub.

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