Verflixter Hornbill

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Heute morgen dürften wir richtig lange schlafen. Ich würde sagen bis sieben oder so. Das Frühstück heute war wieder gut, auch wenn es ein paar andere Sache gab als gestern. Mein Obst war auf jeden Fall wieder dabei und somit war ich glücklich. Es ist so toll, reife Ananas zu essen. Bei uns bekommt man die ja garnicht in dem Zustand. 

Vom Restaurant zurück sind wir über den Strand gegangen und haben Muscheln und sonstiges gesucht. Hier werden auch immer wieder kleine Stückchen von roten Korallen angespült, die sammle ich sehr gerne. Erstens sind sie sehr klein und daher nicht leicht zu finden und zweitens gefallen sie mir. Sie sind so schön rot. Wir haben uns zwei Liegen an den Strand gezogen und die Kinder im Sand spielen lassen. Ich habe zwei alte Murmeln am Strand gefunden für die haben Daniel und Emma eine Bahn mit Sprungschanze gebaut. Als die Kinder irgendwann nicht mehr Sandspielzeug wollten, sind wir an den Pool gegangen und haben dort gespielt. Beide Kinder haben sehr viel Freude daran und ich muss zugeben, uns macht es natürlich auch Spaß. Irgendwann bin ich die Taucherbrille holen gegangen um besser zwischen Emmas Beinen durchrauschen zu können. Merlin muss immer wahnsinnig lachen, wenn einer von uns taucht. Offenbar ist es wahnsinnig lustig, dass einer von uns im Wasser verschwindet und an einer anderen Stelle auftaucht.

Heute durfte Daniel mit Merlin zu Mittag schlafen gehen. Emma war zwar wenig erfreut darüber, aber ich denke, unsere gemeinsame Zeit war doch ganz nett. Zuerst sind wir noch ein bisschen am Pool geblieben. Nach einiger Zeit sind wir zum Zimmer gegangen und ich habe für Emma ein Eis geholt. Das haben wir in der Früh gemeinsam gemacht. Dafür drückt man eine Creme in verschiedenen Farben in eine Form und steckt als Stiel ein Keks hinein. Das ganze kommt dann in den Tiefkühler. Nachdem wir etwas genascht hatten, sind wir eine Runde durch die Anlage spaziert. Am Rückweg sind wir wieder am Strand gegangen. Jetzt war Flut und die Schaukel hing über dem Wasser. Das hat Emma sehr viel Spaß gemacht. Wir haben uns dann noch ein bisschen zusammen in die Brandung gesetzt. Das ist immer lustig. Leider sind im Meer irgendwelche kleinen Tiere, die einen Nesseln. Eigentlich dachte ich, es sind Babyquallen, aber mittlerweile glaube ich, es ist irgendetwas anderes. Die Tiere sehen auf jeden Fall aus wie zu groß geratene Pantoffeltiere. Um diese Tiere los zu werden sind wir in den Pool. Das mögen sie natürlich nicht (aber mit fällt keine wirklich bessere Lösung ein um sie aus meiner Badehose zu bekommen). Im Wasser hat mich Emma diverse akrobatische Kunststücke aufführen lassen wie Handstände, Purzelbaum und sonstiges. Irgendwann wurde uns dann doch kalt. Wir haben uns auf eine Liege in die Sonne gesetzt und siehe da, plötzlich lautes Gezwitscher und einige Hornbills (eine Tukanart) kommen. Einer von ihnen hat auf einer Palme neben dem Pool ganz nahe bei uns, begonnen Früchte zu fressen. Ich hatte leider meine Kamera nicht dabei und bin vorsichtig los um sie zu holen. Als ich zurück kam, war der Vogel weg. Ich weiß nicht, ob er von alleine weg ist, oder ob Daniel und Merlin, die eben vom Mittagsschlaf kamen, ihn aufgeschreckt haben. Den ganzen Nachmittag lang war ich Auf der Jagd nach ihnen. Ich könnte sie auch in den Bäumen hören und von weitem sehen, aber Bild konnte ich keines machen. 

Nachdem die Kinder hungrig waren, sind wir eine Kleinigkeit Mittagessen gegangen. Wir haben wie immer Pommes bestellt und ich habe zusätzlich noch einen Milchreis mit Mango bestellt. Als die Kinder mit dem Essen fertig waren, haben sie begonnen mit dem Wasser und den Schöpfkellen, die eigentlich zum Füßewaschen bestimmt sind, zu spielen. So könnten Daniel und ich gemütlich auf der Terrasse sitzen und mussten nicht viel mehr tun als Merlin ab und zu zu ermahnen die schlafende Katze nicht mit der Schöpfkelle zu (er)schlagen. Irgendwann wurde den Kindern fad und wir sind an den Strand zurück gegangen. Wir sind ein bisschen geschaukelt und in den Hängematten gesessen. Das ist wirklich fein. Emma wollte wieder mit den Murmeln spielen. Da Merlin sie zuletzt hatte, waren sie im Sand vergraben und mussten erst ausgesiebt werden. Zum Glück konnten beide gefunden werden. Emma wollte noch eine Dritte haben und so bin ich los um den Strand abzusuchen. Wie von vornherein absehbar war, konnte ich leider keine finden. Das hat mir zwar sehr leid getan, da sie mir ein paar Mal nachgelaufen ist um zu fragen, ob ich schon eine gefunden habe, aber mehr als suchen kann ich nicht. Für den nächsten Urlaub kann ich ja vielleicht zu Hause ein paar besorgen, dann können wir auch ein paar zu den Tonnen an Murmeln beisteuern die sich so in den Weltmeeren tummeln. Zumindest richten die keine großen Umweltschäden an. 

Ich habe am Strand einen großen Einsiedlerkrebs gefunden. Von dem wollte ich ein möglichst schönes Bild machen. Leider handelte es sich offenbar um ein besonders scheues Tier, dass schon das fokusieren des Photoapparates dazu gebracht hat sich in sein Haus zurück zu ziehen. Somit bin ich eine halbe Stunde in der prallen Sonne am Bauch am Strand gelegen mit der Kamera auf einen armen Krebs gerichtet. 

Da wir heute dort erst sehr wenig Zeit verbracht haben, sind wir wieder an den Pool gegangen. Irgendwann hat Emma bemerkt, dass es wahnsinnig lustig ist, wenn ich Arschbomben (gibt es dafür auch einen normalen Ausdruck?) ins Wasser mache. Meine Oberschenkel brennen noch immer. Merlin wurde irgendwann schrecklich müde und somit sind wir zwei einmal vor zum duschen gegangen. Zum Abendessen gab es für mich heute Spaghetti Carbonara. Ich hatte keine Carbonara erwartet, aber das Ergebnis hat mich doch überrascht. Es war tatsächlich eine weiße Soße. Ihre Grundmasse war wohl Milch mit Ei. In das ganze war minimal Schinken rein geschnitten und Unmengen an Pilzen. Um den typisch italienischen Geschmack hin zu bekommen war alles kräftig mit Oregano gewürzt. Das Asiaten Schwierigkeiten haben Spaghetti zu essen wundert mich überhaupt nicht, denn wie für die Gegend üblich, wurde vor dem Servieren einfach drei, vier Mal durch die ganze Portion geschnitten. Somit sind alle Nudeln ungleichmäßig lange und können weder mit dem Löffel noch mit der Gabel gegessen werden und es gibt auf jeden Fall eine wahnsinnige Patzerei. 

Merlin ist verhältnismäßig schnell eingeschlafen. Noch schneller wäre es aber gegangen, wenn nicht, als er im Halbschlaf war, ein Hornbill vor dem Fenster geschrien hätte…

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