Morgenstund hat Gold im Mund

Die Nacht im Bett war angenehmer als erwartet. Wobei angenehm eigentlich das falsche Wort ist. Weniger schlimm würde es eher treffen. Dafür hatten wir irgendein Tier im Zimmer, dass mir den ganzen Rücken und meinen Hintern zerstochen hat. Merlin war in der Nacht sehr unruhig und war dann auch schon lange vor Morgendämmerung wach. Zum Glück wollte er noch etwas kuscheln und ich musste erst kurz vor sieben mit ihm aufstehen. Wir sind dann zu zweit den Strand entlang spaziert und haben der Sonne zugesehen, wie sie langsam Phuket erhellt hat. Aufgehen könnten wir sie ja nicht sehen, da wir auf der Westseite sind. Mehrfach habe ich den schlafenden Merlin versucht zurück ins Bett zu legen und bin immer gescheitert. Er wollte nur schlafen, wenn ich gehe und ihn dabei wiege. Nach einer Stunde singen meinerseits ist er dann auch eingeschlafen; als ich saß und ich konnte ihn tatsächlich für eine viertel Stunde ins Bett legen.
Hier bei der Unterkunft ist zwar ein Frühstück dabei, aber es besteht offenbar nur aus Kaffee und Cornflakes. Nachdem wir weder die noch jenes mögen, sind wir zum Nachbarn spaziert um dort Reis zu frühstücken. Die Mädels dort im Lokal hatten große Frude mit Merlin. Eine hat sogar ihre Freunde per Videochat angerufen um Ihnen Merlin zu zeigen. Er hat also brav in die Kamera gewunken. Das Frühstück war gut. Die Mädchen haben dann immer mehr und mehr Spielzeug für die Kinder angeschleppt. Ehe das ganze ausartete, sind wir dann doch lieber gegangen.
Den Tag haben wir am Strand verbracht. Eigentlich wollten wir einen Ausflug machen, aber die Kinder hatten anderes vor. Wir haben also das Sandspielzeug und die Handtücher gepackt und uns wieder unter unsere Palmen gesetzt. Noch war Flut und es war angenehm zu schwimmen. Im schön tiefen Wasser sind wir herum gepaddelt und haben die Kinder in die Luft geworfen. Den Schwimmreifen für Merlin zu kaufen war eine Fehlinvestition. Er lehnt sich immer soweit in eine Richtung, dass er heraus kippt. Emma liebt ihn dafür umso mehr.
Als Merlin und Daniel einen Mittagsschlaf machen gegangen sind, bin ich mit Emma am Strand geblieben. Wir haben alle Bücher, die wir mithaben, einmal gelesen, waren schwimmen und haben zugesehen wie zwei Speedboote vom Strand Touristen abgeholt haben und sie zurück nach Puket gebracht haben. Am Nachmittag haben wir dann an der Hotelbar einen Saft getrunken. Das ist ein ganz nettes Ritual für den Nachmittag. Danach waren wir wieder etwas schwimmen und haben einen neuen Wassergraben gebaut. Da mir vorkam, dass Merlins Rücken leicht rot war, bin ich mit ihm in den Schatten gegangen. Bald darauf kam Emma. Sie muss mir ganz unbedingt was zeigen. Im Laufschritt bin ich also dem aufgeregten Kleinkind quer über den Strand zu einem riesengroßen toten Fisch gefolgt. Sie hat den offenbar super spannend gefunden (er hatte keine Augen mehr). Ich war in erster Linie froh, dass ihn die Ebbe gerade erst freigegeben hatte und er somit noch nicht roch. Währenddessen hat Merlin eine Maisstange zu essen bekommen und die natürlich wieder in den Sand geschmissen. Da ist Daniel auf die tolle Idee gekommen, wir könnten ja damit die Fische füttern die hier überall im Wasser schwimmen. Die Fische fanden die Idee auch großartig. Merlin zu anfangs auch, bis ich ihn ins Wasser gestellt habe und die Fische alle zu ihm geschwommen sind. Emma hatte auch immer Angst, wenn sie ihr zu nahe kamen, möchte es aber offenbar, mir Brocken zwischen die Beine zu werfen, so dass alle Fische um mich herum waren.
Abendessen gab es heute in einem Lokal das Emm hieß. Daniel wollte zunächst nicht hinein gehen, da es sehr nach Touristenabzocke aussah. Zum Glück sind wir trotzdem rein. Es hatte einen wunderschönen Garten mit sehr vielen Blumen und einem großen Koi Teich. Die Kinder konnten gut herumlaufen und spielen. Merlin hat bald eine neue Freundin gefunden. Philippa aus Deutschland. Emma konnte sie nicht leiden und hat die ganze Zeit über gesagt, sie muss weg gehen. Da es keine Pommes gab, musste Emma ausnahmsweise einheimische Küche essen. Zum Glück waren Frühlingsrollen offenbar genehm. Daniel hatte gebratene Nudeln mit Shrimps und ich hatte ein einheimisches Gericht. Im Prinzip Gemüsereis in einer gegrillten Ananas. Bis auf das, dass Schrimps drinnen waren (die habe ich wohl in der Karte überlesen) war es wirklich wunderbar. Wir werden wohl zuhause auch versuche sowas nachzukochen.
Nach dem Abendessen haben wir wieder ein Eis gekauft. Emma hatte das selbe wie gestern, ich hatte diesmal eine Sorte die Rainbow hieß und bunt war. Geschmeckt hat sie aber nicht viel anders als das Eis gestern. Während ich noch schnell ein Wasser kaufen ging (kostete „h-wenty Baht(sic)“) hat sich Merlin irgendwie die Nase blutig geschlagen und brauchte ganz dringend mütterlichen Trost.
Jetzt schläft Merlin schon. Er hat sich aber sehr gegen das einschlafen gewehrt und ewig herum gewälzt. Erst als ich ihn in den Arm nahm, konnte er einschlafen. Er mag die Matratze wohl auch nicht. Wir freuen uns schon sehr auf unser Hotel morgen. Um halb Zwölf geht unser Boot Richtung Phuket.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Johannes sagt:

    Sehr chick, die beiden Elefantenkinder 🙂

    Diese Ananas sind was Feines, die kenne ich auch 😉

    1. Antonia sagt:

      Das Bild mit den Kindern haben wir extra für euch gemacht (solange die Kleider noch sauber sind). 😘

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