Ein Tag wie für mich gemacht

Nachtrag vom 12.2.2016

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Blick von der Windmühle in den Kaktusgarten

 

Heute sind wir wieder mit unserem Mietwagen los gefahren, diesmal Richtung Norden. Unsere erste Station war ein Kaktusgarten. Dies ist ein winziger Park voller Kakteen. Die Sammlung umfasst Arten aus aller Welt und ist nach Gattungen gegliedert. Teilweise sind die Einzelpflanzen, wie in einem botanischen Garten, mit Schildern versehen. Da der Großteil der Besucher aber schon damit überfordert ist, Kugel- von Säulenkaktus zu unterscheiden, haben nur die wenigsten Exemplare Schilder. Ich muss zugeben, ich bin auch kein Kakteenexperte, aber das Wissen reichte aus um Daniel und Emma mit Vorträgen über Seeigelkakteen, tropische Kakteen, Kaktee  die eigentlich keine Kakteen sind, sondern Wolfsmilchgewächse und ähnlichem zu langweilen. Emma fand den ganzen Garten überhaupt doof. Sie wollte Nudeln essen. Während Daniel und Emma also geflüchtet sind um im Restaurant Nudeln zu essen, bin ich mit Merlin alleine weiter gezogen um all die stacheligen Schönheiten (mehr oder weniger) zu bewundern. Andere Besucher fanden die Kakteen wohl weniger spannend und machten sich lieber auf einen Spatz auf einer Säule aufmerksam (Da ist auch noch ein Vögeli oben druf). Fand ich irgendwie sehr lieb. ich war gerade dabei, die 1.000 Pannoramaaufnahme einer Reihe von Schwiegermutterstühlen zu machen, da kamen Daniel und Emma wieder. Das Restaurant hatte keine Nudeln und was anderes wollte Emma nicht essen. Gemeinsam sind wir noch zur Windmühle gegangen. Diese ist zwar nicht mehr in Betrieb, aber man kann sich das Mahlwerk und alles ansehen. Nachdem Emma sehr, sehr quengelig war und der Park auch eher überschaubar ist, haben wir beschlossen weiter zu fahren und nach einem Restaurant mit Nudeln zu suchen.

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Nahaufnahme einer Opuntie

 

Dies haben wir auch recht bald an der Küste gefunden. An einem kleinen Tisch mit Meerblick haben wir unser Essen bestellt. Emma war wohl schon sehr hungrig, denn sie hat, während sie auf ihre Nudeln wartete, schon einmal begonnen trockenes Brot zu essen. Für Emma gab es Nudeln mit Öl. Ich hatte, mit fachmännischem Auge sofort als Hai identifizierten Fisch des Tages. Ich war sehr froh, den kleinen geordert zu haben, denn der war riesig. Emma hat aber fleißig Hai gegessen und somit konnten wir das zu zweit schaffen. Daniel bestellte sich Garnelen. Diese wurden in so einer kleinen Pfanne serviert, wie die, in denen man bei uns in Wirtshäusern Käsespätzle bekommt. Sie lagen auf einem Bett aus geröstetem Salz. Das Essen war sehr gut und zur Rechnung bekamen wir noch eine Art Karamellikör. Der war sehr gut. Nachdem Merlin aber schon wieder seine nächste Mahlzeit forderte, habe ich nur etwas daran genippt.

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Blick durch die Grotte

 

Unser nächster Halt war die Höhle Los Jameros del Aqua. Dies ist eine Art Höhle, um genau zu sein ein Magmatunnel, mit einem Süßwasserbecken darin. Das besondere daran, das Becken liegt unter dem Meeresspiegel und es lebt eine endemische, weiße Krebsart darin. Der Tunnel ist, wie auch der Kaktusgarten, von dem Künstler César Manrique gestaltet. Manrique hat so gut wie alles, das auf Lanzarote gestaltet wurde gestaltet und wird hier sehr verehrt. Er hat immer die natürliche Landschaft in seine Gestaltung mit einbezogen wodurch diese besonders harmonisch wirkt.

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Das klare Wasser des Sees mit den weißen Krebsen

 

Gleich nach dem Eingangsbereich geht es über Treppen steil hinunter in den Magmatunnel und zum Wasserbecken. Es ist angenehm kühl und in dem Vulkangestein wachsen üppige, tropische Pflanzen. Man sieht das klare, bläuliche Becken mit den weißen Krebsen darin. Zuerst war ich endtäuscht und dachte mir, das ist das Geld nicht wert. Die Atmosphäre in der Höhle war jedoch sehr entspannend und beruhigend (nachdem Emma ihr Eis bekommen hat). Von irgendwoher spielte Entspannungsmusik. Sie war aber nicht aufdringlich, sondern ausnahmsweise einmal passend. Wir verweilten ein bisschen und beobachteten die kleinen weißen Krebse.

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Blick auf das Pool mit der Palme

 

Hinter dem Becken ging es den Tunnel wieder nach oben. Dahinter befand sich ein großes, blaues Pool mit einer alten Palme. Die ganze Szenerie mutete ein bisschen, wie ein karibischer Strand an. Hinter dem Pool befindet sich im Magmatunnel ein Auditorium, das auch für Veranstaltungen genutzt wird. Derzeit wird es jedoch aufwendig renoviert, so dass es nicht einstürzt. Der ganzen Anlage angeschlossen gibt es auch noch das Vulkanmuseum der Kanaren. Eigentlich wäre das ganze ja ganz spannend. Leider wurde das Museum in den 90ern errichtet und seither nichts mehr verändert. Somit sind die Bilder und Schautafeln ausgebleicht, die Informationen zum Teil veraltet und die interaktiven Bereiche (die Technik natürlich ebenfalls veraltet) funktionieren nicht mehr. Emma war ohnehin schon sehr müde und somit haben wir beschlossen zu fahren. Im Auto ist sie dann auch gleich eingeschlafen.

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Das Auditorium

 

Wir sind noch die letzten paar Kilometer bis an die Nordspitze der Insel gefahren um Daniels Bedürfnis nach besonderen Punkten nachzukommen. Hier im Norden schlagen die Wellen wirklich sehr hoch an den Küsten und das Wasser spritzt richtig wild. Wir sind aber aufgrund zweier schlafender Kinder nur gefahren und haben uns die Gegend angesehen und sind nicht stehen geblieben und ausgestiegen.

Zurück im Hotel sind Daniel und Emma noch eine Runde im Pool gepaddelt ehe wir zum Abendessen gegangen sind.

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