Landung auf dem Mond

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Der heutige Tag war sehr anstrengend. Um kurz vor drei bin ich zermürbt aufgestanden, da ich erst um halb elf ins Bett gekommen bin und die Hälfte meiner Schlafzeit von Merlin eingefordert wurde. Schnell noch die letzten Sachen in den Koffer geworfen und dann dafür gesorgt, dass ich einigermaßen brauchbar aussehe. Emma zu wecken hat sich als relativ schwer erwiesen. Viertel nach drei ist wohl nicht ihre Zeit. Sie hatte so blutunterlaufene Augen. Die Fahrt am Flughafen verlief reibungslos -na no na ned, um die Uhrzeit- auch das einchecken ging gut. Schnell durch die Sicherheitskontrolle (nein, ich habe nirgendwo Milchfläschchen versteckt) und dann ein kleines Frühstück eingenommen. Merlin hatte seines an einem leeren Gate.

Im Flieger dann haben wir bemerkt, dass wir nicht zusammen sitzen können. Besonders für mich mit Flugangst sehr, sehr lustig. Aber ich habe einfach Merlin ganz fest gehalten, das hilft auch ein bisschen. Emma, am Sitz hinter mir, war restlos begeistert von Start und Landung. Nachdem sie nicht schlafen wollte, haben die viereinhalb Stunden Flüge begonnen sich in die Länge zu ziehen. Zum Glück konnte Daniel sie ganz gut beschäftigen. Kurz vor dem Landen durfte das mittlerweile recht grantige Kind zu mir vorkommen und ein bisschen malen.

Auf Lanzarote angekommen mussten wir erst einmal auf unser Gepäck warten. Stress hat hier niemand. Merlin hat mittlerweile vor Müdigkeit wie am Spieß gebrüllt. Dass man das Sondergepäck an einem anderen Band abholen musste, wusste auch niemand und so standen am Schluss viele Familien mit kleinen, müden Kindern am Gepäckband und sahen einem einzelnen, schwarzen Koffer beim im Kreis fahren zu. Letzten Endes ist es uns aber gelungen unsere Kraxe und das Maxicosi zu bekommen. Also auf zum Bus. Ein riesengroßer, leerer Reisebus. Der Fahrer sieht uns, ladet unser Gepäck ein und fährt los. Wir also zu viert in einem Bus für 48 Personen. Die spanische Wirtschaftskrise erklärt sich hiermit. Mittlerweile ist es elf, nach Ortszeit zehn, Uhr Vormittags und Emma ist seit drei munter. Im Bus hat sie dann aufgegeben und ist eingeschlafen. Nachdem Daniel ein besonders abgelegenes Hotel an der Südspitze ausgewählt hat, sind wir ewig gefahren. Merlin brüllte immer noch. Im Hotel angekommen wurde uns dann erklärt, dass unser Zimmer nicht fertig war. Merlin hat erst einmal in der Lobby was zu essen bekommen und Emma durfte Apfelsaft trinken. Die Stimmung war immer noch mies, aber wenigstens etwas besser. Eineinhalb Stunden später war das Zimmer immer noch nicht fertig. Mittlerweile war die Stimmung mehr als nur ein bisschen angespannt, da Daniel und ich auch an unsere Grenzen kamen. Wir haben also beschlossen an den Strand zu gehen. Dort haben wir nicht eingefunden und waren stattdessen am Spielplatz. Nach zirka drei Stunden durften wir endlich ins Zimmer. Ganz fertig waren sie nicht. Es wurde noch ein Gitterbett, Wasser, Handtücher und was weiß ich, was noch alles gebracht. Endlich hatten wir Ruhe und konnten schlafen. Nach drei Stunden Schlaf sah die Welt schon nicht mehr ganz so düster aus. Ich muss zugeben, von einem fünfstern Hotel hätte ich mehr erwartet, aber es ist okay.

Die Zimmer sind sehr klein und spartanisch eingerichtet. Wenn ich mich beim Stillen aufsetze und an der Wand anlehne, rollt das Bett weg. Dafür ist das Badezimmer groß. Der Außenbereich hat unzählige, beheizte Pools und viele Bars. Da all-inclusiv, kann Emma überall so viel Apfelsaft haben, wie sie will.

 

Nach unserem Nachmittagsschlaf haben wir uns aufgemacht zu einem Spaziergang. Landschaftstechnisch sieht es hier ein bisschen aus, wie auf dem Mond. Überall nur schwarze Steine und Geröll, so gut wie keine Pflanzen (Steinwüste). Lediglich an Orten wo gegossen wird, wachsen Palmen, Kakteen und Agaven. Wir sind also einen Steilhang hinunter geklettert um an die Strandpromenade zu kommen. Da gerade Ebbe war, konnten wir in Steinbecken ein paar Einsiedlerkrebse, Garnelen und Fische beobachten. Immer der untergehenden Sonne entgegen sind wir ins nächste Dorf gegangen. Dort gab es eine Katzenfütterstation (Freddys Cathouse) mit so zwanzig Katzen. Emma hatte ihre Freude. Als es Zeit fürs Abendessen wurde, nahmen wir ein Taxi zum Hotel.

Das Abendessen war ein riesig großes Buffet. Leider hat das Essen Kantinencharme und schmeckt nicht wahnsinnig toll. Wir hatten uns schon so sehr auf guten Fisch gefreut. Es gab aber nur einen mickrigen Fisch und der war zu Tode gegrillt. Leider also Pech, was das Essen anbelangt. Vielleicht sind die Restaurants für die man sich am Vortag anmelden muss ja besser. Wir werden es testen.

 

Nach einem langen Tag waren wir dann recht froh, ins Zimmer, unter die Dusche und ins Bett gehen zu können. Wir freuen uns auf den morgigen Tag!

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