Hilfe, Sand!

Nach einer sehr unruhigen Nacht, in der Emma wohl die ganze Zeit über munter war, mussten wir Sie um zehn Uhr zum Frühstück aufwecken, denn da hat Madam dann seelenruhig geschlummert. Zum Frühstück hatten wir gebratenen Reis und ich habe einen Haufen bunter Süßspeisen gekostet. Die waren aber alle nicht sonderlich toll. Mit dem ATM hatten wir einige Schwierigkeiten. Nach dem das Internet nicht funktioniert, funktioniert der auch nicht. Wir haben dann das Geld gewechselt, das wir eigentlich für Thailand mit hatten. Wir wissen noch nicht genau, was wir dort dann machen, denn auf Koh Lipe gibt es keinen Bankomat.
Wir haben dann die Gondel auf den Berg hinauf genommen. Es war unglaublich windig und daher schwankte das Ding wie wild hin und her; ich hatte ziemliche Angst. Als wir ausstiegen, stellte ich fest, dass ich nicht richtig gekleidet war. Ich hatte ein Wickelkleid an und stand andauert total im Freien. Da haben die Leute was zum Schauen gehabt, denn die meisten Frauen dort sind verschleiert oder zumindest ordentlich angezogen. Aber mit ein paar zusätzlichen Knoten und viel halten ist es dann einigermaßen gut gegangen und ein paar lustige Bilder haben wir auch. Die Aussicht war gut, nur leider war es etwas diesig. Aber Langkawi hat man gut gesehen und konnte all die schönen Strände und Berge sehen. Beim runterfahren kam mir der Wind nicht ganz so schlimm vor. Liegt aber vielleicht an der Gesellschaft. Ein japanisches(?) Pärchen und ein einheimischer Tourguide. Der Tourguide hat erzählt, er hat fünf Töchter und wollte immer einen Sohn haben, aber nach dem fünften Mädel hat er es aufgegeben.
Danach haben wir uns auf Zimmer zurück gezogen. Daniel und Emma sind dort erst einmal geblieben. Ich bin zum Fish-Spa gegangen. Das ist da, wo man seine Füße ich ein Becken mit Fischen steckt. Der Spaß kostet hier 15 Ringit für 15 Minuten, also knappe vier Euro. Zuerst wäscht man sich die Füße ab. Vermutlich, dass die Fische nicht krank werden und dann geht’s los. Das ganze kitzelt ein bisschen. Die ersten Minuten sitzt man an dem Becken mit einem total irren Grinsen im Gesicht. Nach ein paar Minuten hat man sich aber daran gewöhnt und es kitzelt nicht mehr so schlimm. Manchmal knabbert ein Fisch irgendwo, wo es etwas weh tut. Dann bewegt man den Fuß leicht und alle Fische flüchten. Sobald man wieder still haltet, sind sie wieder da. Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen und das ganze ist sehr entspannend. Nach dem ich fertig war, war Daniel an der Reihe und ich habe Emma zu einem Mittagsschlaf hingelegt.
Am Nachmittag haben wir uns durch das benachbarte Luxusresort aufgemacht zum Strand. Dort sind wir auf der Suche nach einem guten Lagerplatz dem Meer entlang gegangen. Als dort ein kleiner Fluss mündete, sind wir im Meer auf einer Sandbank gegangen. Die war nur plötzlich aus und wir standen im taillentiefen Wasser. Also Rucksack und Emma in der Trage hoch übern Kopf halten und durch. Das Wasser ist ja zum Glück warm. Endlich haben wir einen guten Platz unter einem Baum gefunden, das Problem nur, Emma mag keinen Sand. Sie will ihn noch nicht einmal berühren. Wenn sie schon stehen muss, dann auf den Zehenspitzen mit einem Fuß hoch in der Luft. Das Meer selbst gefällt ihr aber und schwimmen liebt sie ohnehin. Zu Abend gegessen haben wir in einem kleinen Lokal an der Straße für ganze 23 Ringit (5€). Leider hat Emma geschlafen und dann nur ein Stück Gurke gegessen, so dass wir dann erst recht wieder im German Corner gelandet sind (Halal Frankfurther sind zum vergessen).
Wir haben auch ein tolles Tier gesehen, wissen aber leider nicht, was es war. Es sah von der Statur aus wie ein Marder, hatte aber einen langen, buschigen Schwanz. Es war schwarz, nur der Bauch und der Schwanz waren braun. Es könnte gut klettern, denn es ist über die Telephonleitung spaziert und dann in einem Baum verschwunden. Ich denke nicht, dass es ein Affe war.

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