Pörtschach- Velden

Nach einem wunderbaren Essen haben zwei Drittel der Familie gut geschlafen, das letzte Drittel wurde von Emma an die Bettkante gedrängt und fand auch sonst keinen Platz. Dafür durften wir bis acht Uhr morgens schlafen, was schon eine Besonderheit ist.
Unsere heutige Etappe, rund 15km, 500 Höhenmeter und 7 Stunden, war sehr anstrengend. Landschaftlich war es sehr schön. Viele Heidelbeeren und Farne, was den Waldboden so schön saftig grün erscheinen lässt.
Da es gestern geregnet hatte und es heute sehr heiß war, hat es die ganze Feuchtigkeit aufgedampft und es war sehr schwül. Nach der Hälfte der Strecke mussten wir uns dann entscheiden, ob das Wetter halten würde und wir weiter gehen oder ob wir absteigen und den Bus nehmen. Trotz dem ich unglaublich müde war, Emma wiegt schon über 5kg, und das Wetter sehr bedrohlich aussah, haben wir uns entschlossen weiter zu gehen. Unser Wasser drohte uns schon auszugehen, da kamen wir an einem kleinen Bauernhaus vorbei wo uns eine nette Frau unsere Flasche aufgefüllt hat und somit unser Weiterkommen ermöglichte.
Wir haben dann eine erneute Pause am Forstsee eingelegt. Mit Hängematte geht das tatsächlich gut. Den See kannten wir schon, da wir uns dort schon einmal einen Baugrund angesehen hatten. Es ging jedoch eine Hochspannungsleitung darüber und der große, angepriesene Wald war ein Steilhang.
Der Anstieg nach Velden ging dann sehr flott. Vor allem die kleine Schlucht mit dem Bach hat uns gut gefallen. Total durchgeschwitzt und fix und fertig haben wir uns dann durch Velden geschleppt. Unser Hotel liegt nämlich am Hügel oben. Aber das haben wir schon gelernt. Bis auf wenige Ausnahmen geht unser Weg bei einer Gabelung immer bergauf.
Mit unserem Hotel gestern waren wir sehr verwöhnt. Das heutige ist nicht ganz so toll. Vorallem das Essen lässt zu wünschen übrig. Im Sommer könnte man sich doch denken, dass man frisches Obst und Gemüse anstelle von Konserven verwenden könnte. Aber falsch gedacht. Meine Nudeln hatten keine Soße und das Fleisch war trocken. Unser Vorschlag an das Hotel zur weiteren Einsparung: Dosen mit Dosenöffner auf den Tisch stellen, dann muss man kein Geschirr waschen.
Emma schläft jetzt endlich. Die Wanderung nimmt sie offenbar ziemlich mit, weil sie vorher so richtig ausgeflippt ist und jetzt tief und fest schläft. Daniel sieht sich das Fußballspiel an und ich werde mich jetzt dann ganz fest an Emma kuscheln und ebenfalls schlafen.
Morgen bei hoffentlich gutem Wetter unsere letzt Etappe Velden-Reifnitz. Falls das Wetter nicht mitspielt mit dem Auto, mit dem Bus oder mit dem Schiff!

Gesehene Tiere:
Rehe, Vögel, Shetland-Pony, Eidechsen, Eichhörnchen, Blindschleiche, Fische, Katze, Huhn, Kuh, Pferd
Gesehen Pflanzen:
Knabenkraut, Storchenschnäbel, Farn, Heidelbeeren

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