Unsere ersten Elephanten

Elephanten-Waisenhaus:
Lange ersehnt und endlich geschafft. Mit dem sieben Uhr Bus haben wir uns drei Stunden nach Pinnawela gequält um das Elephanten-Waisenhaus zu besuchen. Wir waren so froh, als wir endlich angekommen waren. Schon der Eintritt war mit 2000 Rupien pro Person saftig, aber man macht das doch gerne für den guten Zweck um armen Elephanten eine bessere Zukunft zu geben. Unser zehn Minutenritt auf dem Elephanten war nach geschätzten 4,5 Minuten wieder vorbei. Aufsteigen- einmal den Weg hinunter trotten- umdrehen- den Weg zurück trotten- absteigen- und nochmal Geld dafür kassieren. Nach dem wir scheinbar aber nicht genügend gezahlt haben, wurden wir irgendwo abgestellt und die nächste dreiviertel Stunde stehen gelassen. Erst nach dem sich Daniel beschweren gegangen ist, durften wir gnädigerweise Elephanten waschen. Wobei von Waschen wohl eher nicht die Anrede sein kann. Ich durfte mit einer viertel Kokosnuss dreimal über das Hinterteil des Elephanten bürsten. Gerade oft genug halt, dass man davon Bilder machen kann. Vom Rüssel wurde ich gleich wieder vertrieben, denn dort war eine russische Familie, die offensichtlich mehr gezahlt hat, denn die durfte länger waschen. Nach dieser Frechheit, wir haben nicht noch einmal gezahlt, durften wir gnädigerweise noch das „Museum“ begutachten. Dies bestand aus toten Elephanten, vorzugsweise ihrer Knochen, einem Schaubild der Elephantenjagd, einen Infoboard dass auf Facebook verweißt mit einem gestohlenen Bild von einem Elephanten aus einem afrikanischen Buch. Wir sind wieder gegangen.
Der jüngste Elephant den wir im Waisenhaus gesehen haben, war dreißig Jahre alt, alle hatten mit Ketten zusammengebundene Beine und Ketten um den Hals. Die Führer hatten Stöcke mit Piken dran, auch wenn ich fairerweise sagen muss, ich habe nicht gesehen, dass sie verwendet wurden; und der Umgang mit den Tieren war meiner Meinung nach sehr Rau.
Falls ihr jemals vorhabt nach Sri Lanka zu fahren, bitte fährt dort nicht hin. Es handelt sich um reine Touristenshow. Elephanten könnt ihr besser und billiger, und vorallem mindestens genau so nahe, in Schönbrunn sehen.

Der restliche Tag:
Nach dem wir mit den Elephanten den ganzen Tag verplant hatten, mussten wir umplanen. Nur noch dreißig Kilometer von Kandy entfernt, haben wir beschlossen dort noch einmal hin zu fahren.
Wir haben in unserem Teehaus, welches im übrigen sehr empfehlenswert ist, zwei Kannen Tee getrunken. Daniel hat neue Freunde gefunden, die ihn zu einem Sri Lankischen Kokosschnaps eingeladen haben. Die ersten seit langem, die einem scheinbar nicht übers Ohr hauen wollten. Nachdem es auch essenstechnisch in Colombo nicht gerade rosig ist, haben wir noch schnell bei unserem Standartchinesen einen Gemüsereis mit Ei gegessen.
Danach haben wir den Bus zurück nach Colombo genommen und sind nach drei-dreiviertel Stunden endlich Zuhause.

20130105-161132.jpg

20130105-161141.jpg

20130105-161150.jpg

20130105-161155.jpg

20130105-161202.jpg

20130105-161208.jpg

20130105-161219.jpg

20130105-161227.jpg

20130105-161237.jpg

20130105-161245.jpg

20130105-161301.jpg

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Ilse jaegerbauer sagt:

    Daniel, so hat Papa vor 15 Jahren auch dreingeschaut als ich den Elefanten gewaschen habe …..

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s